Haartyp bestimmen: Welcher Haartyp bin ich?

Frauen mit unterschiedlichen Haartypen
Credit: Pexels/Anna Shvets

Wir wünschen uns doch alle gesunde, schöne Haare. Doch wählen wir die falschen Pflegeprodukte oder eignen uns schädigende Umgangsweisen mit den Haaren an, kann das fatal für die Haargesundheit sein. Damit du die richtige Pflege wählen kannst, solltest du zunächst deinen Haartyp bestimmen. So findest du heraus, welche Bedürfnisse deine Haare haben und was ihnen guttut.

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Kyra Piontek
Kyra Piontek

Hi, ich bin Kyra und zeige dir gerne meinen kleinen Beauty-Kosmos. Mit meinen Sommersprossen bin ich der Sunshine des Beauty Report Teams und weiß deshalb genau, wie man einen glowy Beachgirl-Look zaubert.

In meiner Strandtasche immer dabei: UV-Schutz und Bronzing Powder.

Das Wichtigste in Kürze

  • Um die Haare optimal zu pflegen, müssen wir die Bedürfnisse unserer Haare verstehen.
  • Bestimmst du deinen Haartyp, lernst du viel über deine Haare und was ihnen guttut.
  • Es gibt mehrere Methoden, den Haartyp zu bestimmen. Die gängigste ist die sogenannte FIA-Methode.

Welche Haartypen gibt es?

Pflegst und pflegst du deine Haare, doch sie wollen einfach nicht so wie du? Dann kann es sein, dass du sie auf die falsche Art und Weise pflegst. Damit deine Haare gesund werden können, musst du die richtige Pflege für die individuellen Bedürfnisse deiner Haare wählen. Doch wie geht das?

Wichtig ist, dass du zunächst deinen Haartyp bestimmst. Kennst du diesen, kannst du deine Haarpflege darauf anpassen. Es gibt mehrere Kriterien für die unterschiedlichen Haartypen. Dazu zählt mehr als nur feines oder dickes, glattes oder lockiges Haar.

Das sogenannte FIA-System kategorisiert die Haartypen nach drei Faktoren: die Haarstruktur (Grad der Welligkeit), die Haardicke (eines einzelnen Haares) und das Haarvolumen (die gesamte Dichte der Haare). Wir haben aber noch einen weiteren vierten Schritt ergänzt, der uns als ebenfalls sehr wichtig erschien: der Haarzustand. Wurde das Haar oft chemisch behandelt? Ist es strapaziert und brüchig? Ist es trocken? Fettig? All diese Faktoren müssen berücksichtigt werden, um die optimale Pflege für deinen Haartyp zu finden.

Mach den Test: Welcher Haartyp bin ich?

Im Folgenden zeigen wir dir, wie du in vier Schritten deinen Haartyp herausfindest. Dafür solltest du Haarstruktur, Haardicke, Haarvolumen und Haarzustand genauestens beobachten. Achte dabei auf diese Vorgehensweise:

  • Wasche deine Haare wie gewohnt mit Shampoo und Spülung
  • Kämme deine Haare nicht durch, sondern entwirre sie nur leicht mit den Fingern
  • Gib keine Pflegeprodukte ins Haar, die die natürliche Form der Haare verändern könnten
  • Lass deine Haare an der Luft trocknen

So bestimmst du deinen Haartyp in 4 Schritten

Schritt 1: Haarstruktur

Die Haarstruktur wird definiert dadurch, wie wellig deine Haare sind. Hier wird zwischen vier Oberkategorien mit mehreren Unterkategorien unterschieden, die jeweils mit den Buchstaben a bis c versehen werden.

Es ist wichtig, dass du deine Haarstruktur kennst, denn sie entscheidet auch darüber, welche Pflege deine Haare benötigen. Der Grund: Je lockiger die Haare, desto trockener sind sie in der Regel.

Haarstruktur Tabelle

Die verschiedenen Haarstrukturen

1. Glatte Haare

  • 1a: Absolut glattes Haar ohne jegliche Bewegung
  • 1b: Gerades Haar mit ein wenig Bewegung, jedoch keine Wellen
  • 1c: Das Haar ist vorrangig glatt, hat jedoch an einigen Stellen leichte Wellen

2. Wellige Haare

  • 2a: Leichte, lockere und gestreckte Wellen im ganzen Haar
  • 2b: Kürzere, engere Wellen, die den Wellen ähneln, wenn man sich die Haare eingeflochten hat
  • 2c: Deutliche Wellen mit einigen Locken zwischendurch

3. Lockige Haare

  • 3a: Große Spirallocken
  • 3b: Korkenzieherlocken

4. Krause Haare

  • 4a: Sehr enge Korkenzieherlocken
  • 4b: Krauses Haar mit sehr engen Locken mit Knicken (Z-Muster)

Schritt 2: Haardicke

Bei der Haardicke wird das einzelne Haar betrachtet. Wie fein bzw. dick ist es? Wie fühlt es sich an? Ist es brüchig oder drahtig? Gerade die Dicke des Haares ist wichtig für die passende Pflege.

Da es wirklich schwer ist, die genaue Dicke des einzelnen Haares zu messen, kannst du dich beim Friseur beraten lassen. Einige Friseure können sogar mit speziellen Messgeräten nachmessen. Die grobe Einteilung erfolgt in drei Kategorien: F, M und C.

Wir haben einige Methoden, mit denen du ebenfalls herausfinden kannst, wie dick dein Haar ist. Beobachte dabei Folgendes:

  • F (fine – feines Haar): Halte dein Haar gegen das Licht. Scheint es fast durch und ist auf kontrastreichem Untergrund kaum zu sehen? Wie fühlt es sich an, wenn du es zwischen Zeigefinger und Daumen rollst? Ist es kaum zu spüren und fühlt sich an wie ein feiner Seidenfaden?
  • M (medium – mitteldickes Haar): Ist dein Haar gut sichtbar im Licht und auf kontrastreichem Untergrund? Fühlt es sich zwischen den Fingern weder steif noch rau an, ist aber deutlich zu spüren? Ähnelt es einem dünnen Baumwollfaden?
  • C (coarse – dickes Haar): Ist dein Haar immer gut sichtbar und fühlt sich beim Rollen zwischen den Fingern fast schon drahtig an?
Haardicke Tabelle

So findest du die Haardicke heraus

Schritt 3: Haarvolumen

Nun betrachtest du das gesamte Haarvolumen aller Haare gemeinsam. Hier wird auch von Haardichte gesprochen. Am einfachsten kannst du das Gesamtvolumen deiner Haare durch den Pferdeschwanz-Test bestimmen. Hierbei misst du den Umfang deines Pferdeschwanzes. Am besten setzt du den Zopf dabei ganz oben in der Mitte des Kopfes an, um so viele Haare wie möglich reinzubekommen.

Unterschieden wird zwischen drei Kategorien: dünn, normal und dicht.

  • Dünn (i): Der Zopfumfang ist kleiner als 5 cm
  • Normal (ii): Der Zopfumfang liegt zwischen 5 und 10 cm
  • Dicht (iii): Der Zopfumfang ist größer als 10 cm
Nach dem FIA-System kannst du nun deinen Haartyp bestimmen, indem du die drei Faktoren Haarstruktur, Haardicke und Haarvolumen zusammen addierst.

Beispiel: Du hast glattes Haar und vereinzelte Wellen (1c), eine feine Haardicke von 0,03 Millimeter (F) und ein normales Haarvolumen von etwa 6 Zentimetern (ii). Dann lautet dein Haartyp nach FIA 1cFii.

Schritt 4: Haarzustand

Wir ergänzen das klassische 3-Schritte-System um einen weiteren Schritt. Hierbei wird der Haarzustand beachtet. Denn auch dieser ist sehr wichtig für die Wahl der richtigen Pflege. Du solltest dir zusätzlich folgende Fragen stellen:

  • Ist das Haar durch bspw. chemische Behandlungen oder häufiges Hitzestyling strapaziert?
  • Wurde es gefärbt und soll die Haarfarbe vor dem Verblassen geschützt werden?
  • Ist es aus irgendwelchen Gründen sehr trocken?
  • Sind die Spitzen brüchig und haben Spliss?
  • Ist der Haaransatz schnell fettig und die Haare strähnig?
  • Fallen aus irgendwelchen Gründen in letzter Zeit vermehrt Haare aus?

Pflege auf den Haartyp anpassen: Das solltest du beachten

Grundsätzlich ist dieser Test wichtig und sinnvoll, um ein grobes Gefühl für deine Haare zu bekommen und so herauszufinden, welche Pflege sie benötigen. Wir stellen dir hier die wichtigsten Punkte zusammen, auf die du bei der Pflege deiner Haare achten solltest. Dabei gehen wir auf vier gängige Haartypen ein. Sind bei dir Abstufungen zu finden, kannst du individuell schauen, was deinem Haar guttun könnte.

Feine Haare pflegen

Hast du feines Haar, ist deine Hauptaufgabe, jegliches Risiko für Haarbruch zu mindern. Denn: Feines Haar ist nicht dick und kräftig genug und bricht schnell ab. Deswegen haben wir hier für dich die vier wichtigsten Tipps auf einem Blick:

  1. Haare schonend bürsten: Kämmst du deine Haare grob, führt das sehr schnell zu Haarbruch. Wir empfehlen dir eine schonende Haarbürste mit flexiblen Borsten wie unseren Redaktionsliebling der Tangle Teezer. Achte außerdem darauf, zunächst die Spitzen zu entwirren und dich dann Stück für Stück hochzuarbeiten.
  2. Haarschonend schlafen: In der Nacht kommt es sehr oft zu Haarbruch – gerade bei feinem Haar. Unser Tipp deshalb: Verwende ausschließlich Satin-Kopfkissen. Auf diesen reiben die Haare nicht so stark und brechen weniger ab. Außerdem solltest du eine schonende Schlaffrisur tragen. Sehr gut eignet sich ein locker geflochtener Zopf.
  3. Keine engen Zöpfe tragen: Trägst du oft enge Zöpfe, entsteht schnell ein Haarausfall durch Zug. Gerade feines Haar kann dem starken Zug oft nicht standhalten. Besser ist es, die Haare offen zu tragen oder nur locker zusammenzubinden.
  4. Haare nicht abrubbeln: Nach dem Duschen rubbeln viele gerne ihre Haare mit einem Handtuch trocken. Das ist aber absolut tabu! Gerade bei feinem Haar. Denn dadurch bricht es schnell ab. Besser ist es, die Haare sanft auszudrücken und dann in ein Baumwollshirt zu binden.

Locken pflegen

Locken sind nicht gleich Locken und jeder Lockenkopf ist etwas Besonderes. Einiges haben aber fast alle Personen mit Locken gemeinsam: Die Haare sind in der Regel eher trocken und können schnell kraus aussehen. Der Grund: Die Locken liegen nicht so dicht am Kopf wie glattes Haar und die Längen werden dadurch weniger vom Talg der Kopfhaut versorgt.

Was lockiges Haar in der Regel also am meisten braucht, ist Feuchtigkeit. So bekommen die Locken nach und nach mehr Definition und Sprungkraft. Alles, was du bei lockigem Haar beachten solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Strapazierte Haare pflegen

Ob durchs Blondieren oder durch häufiges Styling mit Glätteisen, Lockenstab und Co. – strapaziertes Haar ist einiges der häufigsten Probleme und kann mehrere Ursachen haben. Wichtig ist, dass du die Haare so gut es geht kräftigst, ihnen Feuchtigkeit spendest und dafür sorgst, dass sie wieder gesund und stark nachwachsen. Drei wichtige Tipps kommen hier:

  1. Regelmäßig Spitzen schneiden: Sind die Haare strapaziert, entsteht schnell Spliss. Deshalb ist es wichtig, dass du die Spitzen etwa alle sechs bis acht Wochen schneiden lässt. So sehen die Haare wieder voller und gesünder aus.
  2. Hitze so gut es geht vermeiden: Verzichte auf Hitze so gut es geht und schütze deine Haare jedes Mal mit Hilfe eines Hitzeschutzproduktes. Achte auch darauf, nicht zu heiß zu duschen und deine Haare im Sommer vor der Sonne zu schützen. Sehr gut eignet sich dafür ein UV-Schutz-Spray für die Haare.
  3. Immer einen Conditioner verwenden: Ein Conditioner gehört zu jeder Haarwäsche dazu. Hast du deine Kopfhaut mit einem Shampoo gereinigt, ist die Schuppenschicht der Haare geöffnet. Mit einem Conditioner schließt du diese wieder und die Haare sind nicht mehr so schnell angreifbar.

Fettige Haare pflegen

Fettige Haare sind weniger ein Haarproblem an sich und mehr ein Problem der Kopfhaut. Diese produziert bei einigen viel Talg nach und die Haare sehen schon nach wenigen Tagen ölig und strähnig aus. Willst du das in den Griff bekommen, musst du so einiges beachten. Wir haben die fünf wichtigsten Tipps für dich in diesem Artikel zusammengefasst.

Fazit

Um gesunde und schöne Haare zu bekommen, braucht das Haar die richtige Pflege. Doch woher wissen wir, welche Pflege für unser Haar geeignet ist? Wichtig ist, dass wir unseren Haartyp bestimmen und so die Bedürfnisse der eigenen Haare besser verstehen. Lockiges Haar braucht Feuchtigkeit, feines Haar sollte vor Haarbruch geschützt werden und bei fettigem Haar kommt es auf die richtige Kopfhautpflege an.

Hier haben wir dir erklärt, wie du deinen Haartyp herausfinden kannst und so ein besseres Verständnis für deine Mähne bekommst.

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