Haare selber färben: Mit diesen Tipps gelingt es dir auch zu Hause

Frau mit gefärbten Haaren
Credit: Pexels/Daria Shevtsova

Ob eine geringe Veränderung deiner Haarfarbe oder eine radikale Typveränderung – um deine Haare zu färben, brauchst du nicht unbedingt zum Friseur gehen. Natürlich bist du auf der sicheren Seite, wenn du dich ausgiebig vom Friseur beraten lässt und ihm das Färben deiner Haare überlässt, doch willst du Geld sparen oder hast einfach Lust auf ein DIY-Projekt, kannst du auch selber zu Farbe und Pinsel greifen.

Wir erklären dir hier, was du brauchst, um dir die Haare selber zu färben, geben dir eine Schritt für Schritt Anleitung, ein Video mit wichtigen Expertentipps und SOS-Ratschläge, wenn das Färben schief gegangen ist mit an die Hand.

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Kyra Piontek
Kyra Piontek

Hi, ich bin Kyra und zeige dir gerne meinen kleinen Beauty-Kosmos. Mit meinen Sommersprossen bin ich der Sunshine des Beauty Report Teams und weiß deshalb genau, wie man einen glowy Beachgirl-Look zaubert.

In meiner Strandtasche immer dabei: UV-Schutz und Bronzing Powder.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine gute Vorbereitung und saubere Durchführung ist neben der richtigen Farbe das A und O beim Haarefärben.
  • Erst mal musst du dich zwischen Tönung und Färbung und natürlicher und chemischer Haarfarbe entscheiden.
  • Ist beim Färben etwas schief gegangen? Keine Sorge. Fast alles lässt sich wieder beheben. Zur Not eben mit der Hilfe eines Profis.
  • Um lange etwas von deiner neuen Haarfarbe zu haben, solltest du die Haare anschließend richtig pflegen. Weiter unten stellen wir dir auch unsere liebsten Pflegeprodukte für coloriertes Haar vor.

Diese Utensilien brauchst du zum Haare selber färben

Willst du deine Haare selber zu Hause färben, solltest du alle wichtigen Utensilien griffbereit haben. Bereite dich also gut auf das Färben vor, indem du alle Hilfsmittel bereitlegst. Was auf keinen Fall fehlen darf:

  • Benutze Einweghandschuhe, damit sich deine Hände nicht verfärben. In den meisten Haarfarben aus der Drogerie sind Färbehandschuhe enthalten. Checke das aber vorsichtshalber, bevor du loslegst.
  • Du brauchst einen Färbepinsel, einen Färbekamm und ein Schälchen zum Anmischen der Haarfarbe. Viele Färbemittel beinhalten ebenfalls Pinsel, Kamm und Schälchen. Es gibt aber auch extra Haarfärbesets.
  • Verwende einen dünnen Stielkamm, um deine Haare genau abzuteilen und binde die einzelnen Sektionen mit Haarspangen weg.
  • Mit einer fetthaltigen Creme kannst du deine Stirn, deine Ohren und deinen Nacken eincremen, damit sich die Haut beim Färben nicht zu stark mitfärbt und keine hässlichen Farbkanten und Flecke entstehen.
  • Ein altes Handtuch kann deine Kleidung schützen, indem du es einfach um die Schultern legst.
  • Leg dir dein Smartphone-Timer breit, um genau im Auge zu haben, wie lange die Farbe einwirken muss.
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Den richtigen Farbton finden

Die richtige Farbe zu finden ist das A und O beim Haarefärben. Doch das ist gar nicht so einfach. Hier gibt es viele Entscheidungen zu treffen: Eine auswaschbare Tönung, eine aufhellende Blondierung oder doch eine permanente Färbung? Pflanzliche oder chemische Haarfarbe? Und was muss ich bei der Konsistenz der Haarfarbe beachten? Wir klären auf.

Tönung, Färbung oder Blondierung?

Welche Farbe du wählst, hängt ganz von dem gewünschten Effekt ab. Grundsätzlich funktioniert es nämlich so: Bei der Tönung legen sich die Farbpigmente um das Haar, bei der Färbung werden die Farbpigmente ins Haar eingeschleust und beim Blondieren werden dem Haar Farbpigmente entzogen. Aber noch mal in Ruhe…

Eine Tönung ist besonders flexibel, da sich die Farbe nach einigen Haarwäschen wieder auswäscht. Anders als bei der Färbung dringt die Haartönung nämlich nicht tief in die Haarstruktur ein. Sie legt sich lediglich um das Haar herum wie ein Film. Aber bedenke: Du kannst deine Haare nur dunkler tönen, aufhellen geht leider nicht. Wie lange die Haartönung hält, ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Durchschnittlich kann man aber damit rechnen, dass die Tönung nach 6 bis 8 Haarwäschen weg ist. Willst du erst mal eine neue Farbe ausprobieren und dich nicht lange binden, solltest du deine Haare tönen. Wünschst du dir ein dauerhafteres Ergebnis, solltest du deine Haare hingegen färben.

Eine Haarfärbung dringt in die Haarstruktur ein und setzt sich hier fest. Bei einer Färbung handelt es sich um einen chemischen Prozess (anders als bei der Tönung), denn hier sorgt Wasserstoffperoxid dafür, dass die Farbpigmente tief ins Haar eingeschleust werden und dadurch eine längere Haltbarkeit haben. Oft sind die Farbtöne intensiv und halten sehr lange. Es kann jedoch sein, dass die Farbe nach mehreren Haarwäschen mit der Zeit an Farbintensität verliert. In diesem Fall gibt es aber auch bestimmte Farbauffrischer, die deine Haarfarbe wieder zum Leuchten bringen.

Bei einer Blondierung hingegen werden dem Haar keine Farbpigmente hinzugefügt, sondern die eigenen Farbpigmente werden entzogen. Das Haar wird optisch aufgehellt. Doch Achtung: Blondierungen sind sehr schädlich fürs Haar und sollten am besten nur in Absprache mit und von einem Profi durchgeführt werden. Von der DIY Blondierung würden wir dir also eher abraten.

Pflanzliche oder chemische Haarfarbe?

Willst du deine Haare mithilfe einer Färbung färben, hast du die Wahl zwischen pflanzlichen und chemischen Haarfarben. Chemische Haarfarben enthalten den Quellstoff Ammoniak, der die Haarstruktur öffnet. Mithilfe von Wasserstoffperoxid werden dann einerseits Farbpigmente aus dem Haar entfernt und andererseits neue Pigmente eingeschleust. Die Farbmoleküle verankern sich dann dauerhaft in der Haarstruktur.

Willst du deine Haare nicht mit der vollen Chemie-Keule belasten, kannst du auch eine Pflanzenhaarfarbe verwenden. Diese ist zu 100 Prozent natürlich und nicht so schädlich wie eine chemische Farbe. Allerdings ist hier das Farbspektrum aber auch nicht allzu groß. Rot, Braun und Kupfer bekommst du mit der pflanzlichen Farbe gut hin. Willst du mehr über Pflanzenhaarfarben wissen und erfahren, welche die besten sind, dann lies dir auch diesen Artikel durch.

Lotion, Creme oder Mousse?

Auch die Konsistenz deiner Haarfarbe kann entscheidend sein. Lotionen sind eher für Fortgeschrittene geeignet. Denn: Sie sind sehr flüssig, werden direkt aufs Haar gegeben und es muss schnell mit ihnen gearbeitet werden, damit nichts daneben geht. Die Handhabung von Färbecremes ist hingegen etwas einfacher. Sie sind dickflüssiger und lassen sich gut im Haar verteilen. Die Mousse-Farbe ist am besten für Anfänger geeignet. Hier kann nichts verlaufen oder tropfen und dank der leichten Textur ist sie schnell ins Haar eingearbeitet.

 

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Haare färben Schritt für Schritt Anleitung

Das A und O bei jeder Haarfärbung ist, dass du dich an die Anwendungshinweise des Herstellers der jeweiligen Farbe hältst. Manche Farben sollen ins trockene und manche ins feuchte Haar gegeben werden. Sieh nach, was auf der Packung steht und halte dich genau an die Hinweise. Generell gilt aber: Die Anwendung von Haarfarbe in ungewaschenem Haar ist schonender, da die Kopfhaut durch den leichten Talgfilm geschützt ist. Besonders beim Blondieren solltest du also die Haare vor dem Färben nicht waschen, um deine Kopfhaut nicht zu reizen.

Schritt 1: Vorbereitung

  • Es lohnt sich, die Haare einige Tage vor dem Färben mit einer Pflegekur zu behandeln. Die Schuppenschicht wird so geglättet und die Farbe ist anschließend gleichmäßiger. Außerdem sorgt es für gesunde Haare, die so gut auf den Färbeprozess vorbereitet sind.
  • Besorg genug Haarfarbe. Bist du dir unsicher, ob die Packung Farbe für deine Haare ausreicht, kauf lieber noch eine zweite. Nicht, dass du nachher mit einem nur zur Hälfte gefärbten Kopf da stehst.
  • Es kann hilfreich sein, sich einen Färbe-Assistenten bereit zu halten. Lade doch eine Freundin ein oder frag deinen Partner, ob er dir beim Färben behilflich sein kann. Gerade am Hinterkopf ist es oft schlecht zu erkennen, ob du auch alle Stellen erreicht hast.
  • Lies aufmerksam die Gebrauchsanweisung deiner Haarfarbe oder Tönung und halte dich genau an die Vorgaben des Herstellers.
  • 48 Stunden vor dem eigentlichen Haarefärben kannst du nach Belieben noch einen Allergieverdachtstest machen. Wie genau du das machst, ist ebenfalls auf der Gebrauchsanweisung angegeben.

Schritt 2: Färben

  • Ist der Tag des Haarefärbens gekommen, stelle sicher, dass du alle wichtigen Utensilien hast. Bist du dir unsicher, was genau du brauchst, schau weiter oben in unsere Liste. Lege alle Utensilien griffbereit, sodass du deine Haare stressfrei und unkompliziert färben kannst.
  • Sollst du laut Hersteller die Farbe auf feuchtes Haar geben, kannst du nun deine Haare waschen. Am besten einfach nur mit klarem Wasser und ohne Shampoo oder Spülung waschen.
  • Lege ein altes Handtuch um deine Schultern, um deine Kleidung nicht zu verschmutzen.
  • Die Gesichtskonturen, den Nacken und die Ohren kannst du mit einer Fettcreme (wie z. B. Vaseline) eincremen, um zu verhindern, dass sich deine Haut verfärbt.
  • Bürste deine Haare gründlich durch, teile deine Haare in mehrere Sektionen und klemme sie mit Haarspangen weg. So arbeitest du dich von Partie zu Partie vor und stellst sicher, dass du auch keinen Bereich vergessen hast.
  • Mische die Farbe gemäß der Anleitung des Herstellers an. Manche Farben kommen in einem Fläschchen mit Applikationsspitze und andere müssen in einem Schälchen angemischt werden.
  • Zieh die Einweghandschuhe an und trage die Haarfarbe nun mit der Applikationsflasche oder dem Pinsel großzügig Strähne für Strähne aufs Haar auf. Hast du natürliche Haare, die noch nicht gefärbt sind und willst deine gesamten Haare im selben Ton färben oder sie blondieren, solltest du deinen Haaransatz zuletzt färben. Hast du bereits gefärbtes Haar, starte in den Bereichen, die am dunkelsten sind, aber fang auch hier nicht am Haaransatz an. Das solltest du nur machen, wenn du deinen herausgewachsenen Ansatz nachfärben willst.
  • Hast du am Ende noch Farbe übrig, kannst du diese mit den Händen in die Haare einmassieren.
  • Hast du deine gesamten Haare im selben Ton gefärbt, kannst du sie mit einem Kamm durchbürsten, um ein noch gleichmäßigeres Ergebnis zu bekommen. Beim Blondieren solltest du das aber nicht machen, um deine Haare nicht zu schädigen.

Schritt 3: Nach dem Färben

  • Nun wartest du die vom Hersteller empfohlene Einwirkzeit ab. Stell dir am besten einen Timer mit deinem Smartphone ein oder verwende eine Eieruhr.
  • Ist die Einwirkzeit abgelaufen, solltest du die Haare mit lauwarmem Wasser gründlich ausspülen, bis das ablaufende Wasser wieder klar wird. Gib deiner Kopfhaut eine sanfte Massage mit den Fingern, wenn du möchtest.
  • Hast du deine Haare blondiert und willst ihnen einen sanften Farbton deiner Wahl verleihen, kannst du nun noch einen Toner (Tönung) verwenden. Benutze keine Färbung!
  • Da die Schuppenschicht der Haare beim Färben geöffnet wird, solltest du im Anschluss unbedingt eine Spülung und/oder eine Haarmaske verwenden. So wird die Schuppenschicht wieder geschlossen und die Haare sind vor dem Austrocknen geschützt und glänzen schön. Viele Haarfarben haben in der Packung auch einen Conditioner.
  • Um lange etwas von der Strahlkraft deiner neuen Haarfarbe zu haben, solltest du eine spezielle Haarpflege für coloriertes Haar verwenden. Shampoo, Conditioner und Pflegekur für gefärbtes Haar erhalten den Farbton und sorgen so für einen längeren Halt. Weiter unten zeigen wir dir unsere liebsten Produkte für gefärbtes Haar.

Video: Haare selber zu Hause färben

Haarexperte Brad Mondo gibt dir hier seinen Hairdressers Guide zum selbstständigen Haarefärben zu Hause. Dabei erklärt er dir alles zum Färben, Tönen und Blondieren deiner Haare.

Wenn etwas beim Haarefärben schief gegangen ist…

Ist etwas beim Haarefärben schief gegangen? Keine Panik! Das bekommen wir schon wieder hin.

  • Wenn die Haut verfärbt ist: Ist Farbe auf deine Haut gekommen, brauchst du dir keine Sorge machen. Das geht wieder weg. Es dauert einige Tage und du solltest die Stelle hin und wieder mit Wasser reinigen. Willst du, dass es schneller geht, kannst du auch einen speziellen Farbentferner für die Haut verwenden.
  • Die Farbe wurde nicht richtig angenommen: Das könnte an den Stylingresten in deinem Haar liegen oder einfach daran, dass du zu wenig Farbe verwendet hast. Im Zweifel einfach ein Tiefenreinigungsshampoo verwenden und die Farbe erneut großzügig ins Haar geben.
  • Die Farbe ist zu dunkel: Ist das Farbergebnis ganz und gar nicht, wie du es dir gewünscht hast und der Farbton zu dunkel, kannst du auch deine Haare entfärben lassen. Es gibt zwar auch Entfärbungslotionen für den Heimgebrauch, doch da hier mit einer Menge Chemie gearbeitet wird, empfehlen wir dir, das Ganze beim Friseur durchführen zu lassen.
  • Beim Blondieren ist etwas schief gegangen: Hast du deine Haare blondiert und nun haben sie einen Grünstich oder sind sehr kaputt? Dann solltest du die Hilfe vom Profi suchen und dich von einem Friseur beraten lassen.

Gefärbtes Haar richtig pflegen

Hast du deine Haare selber gefärbt und bist mit dem Ergebnis total zufrieden? Dann brauchst du unbedingt ein Haarpflege-Programm, das deine neue Haarfarbe schützt und dafür sorgt, dass du so lange wie möglich etwas von deinem Haarton hast. Dies sind unsere liebsten Pflegeprodukte für coloriertes Haar.

3 nützliche Tipps, die du außerdem kennen solltest

  1. Achtung Grünstich! Willst du blondiertes Haar wieder dunkler färben, solltest du vorsichtig sein. Am besten lässt du mehrere Wochen zwischen Blondierung und Färben. Mische Tönen wie Asch-Blond, Hellbraun und Dunkelbraun noch einen Gold- oder Rotton bei, um den Grünstich zu vermeiden.
  2. Willst du deine Haare leicht aufhellen, kannst du auch eine Färbung statt einer Blondierung anwenden. Hier die Farbe mit minimalem Wasserstoffperoxidanteil zuerst auf die dunkelsten Partien auftragen und dann auf die hellsten. Achte auf die Hinweise auf der Packung.
  3. Silbershampoo verleiht Blondtönen wieder mehr Strahlkraft. Sobald du das Gefühl hast, dass deine Haare einen Gelbstich haben, kannst du das Silbershampoo einfach ins Haar geben. Welches das beste Silbershampoo ist, erfährst du hier.

Fazit

Hast du Lust auf eine Typveränderung, doch willst dafür nicht extra zum Friseur gehen, kannst du deine Haare auch zu Hause selber färben. Wichtig ist, dass du dich vorher entscheidest: Willst du lieber eine austauschbare Tönung, eine permanente Haarfarbe oder willst du deine Haare mit einer Blondierung aufhellen? Hast du die richtige Farbe für dich gefunden, musst du diese nur noch richtig anwenden.

Was du dafür brauchst, was du beachten solltest und wie du beim Haarefärben richtig vorgehst, haben wir dir in diesem Artikel erklärt. Um lange etwas von deiner neuen Farbe zu haben, brauchst du nur noch die richtige Haarpflege für coloriertes Haar.

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