Nagelhaut entfernen: So funktioniert es Schritt für Schritt

Hand mit gepflegten Nägeln
Credit: Unsplash/Jessica Delp

Die Nagelhaut schützt unsere Nägel vor äußeren Einflüssen, ist sie aber trocken, spröde und rissig, sieht sie nicht nur unschön aus, sondern kann auch für Verletzungen sorgen. Deshalb kann es wirklich sinnvoll sein, die Nagelhaut zu entfernen.

Damit bei dieser pingeligen Angelegenheit nichts daneben geht, erklären wir dir hier Step by Step, wie du deine Nagelhaut richtig entfernen kannst. Außerdem stellen wir dir die besten Tools vor, die du dafür brauchst.

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Kyra Piontek
Kyra Piontek

Hi, ich bin Kyra und zeige dir gerne meinen kleinen Beauty-Kosmos. Mit meinen Sommersprossen bin ich der Sunshine des Beauty Report Teams und weiß deshalb genau, wie man einen glowy Beachgirl-Look zaubert.

In meiner Strandtasche immer dabei: UV-Schutz und Bronzing Powder.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Grunde ist die Nagelhaut nicht schädlich und muss nicht zwangsmäßig entfernt werden. Ist sie aber rissig oder aus ästhetischen Gründen, kann das Entfernen aber sinnvoll sein.
  • Achte beim Entfernen deiner Nagelhaut immer darauf, die richtigen Werkzeuge zu verwenden und behutsam vorzugehen. Sonst verletzt du dich schnell.
  • Hast du deine Nagelhaut erfolgreich entfernt, sieht dein Nagel wieder makellos aus und der Nagellack lässt sich anschließend besser und gleichmäßiger auftragen.

Das richtige Werkzeug zum Entfernen der Nagelhaut

Nagelhautentferner

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Willst du die Nagelhaut besonders schnell und unkompliziert entfernen, kannst du einen speziellen Nagelhautentferner wie diesen hier von Alessandro verwenden. Die Flüssigkeit wird auf die Nagelhaut geträufelt, muss anschließend einige Minuten einwirken und kann dann unter laufendem Wasser mit der beigelegten Nagelbürste einfach entfernt werden.

Der Nagelhautentferner von Alessandro ist mit pflegendem Arganöl angereichert, ist vegan, enthält viel Vitamin E und hat eine beruhigende Wirkung auf die Nagelhaut.

Nagelhautschieber

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Zwilling Nagelhautschieber
Dieser doppelseitige Nagelhautschieber ist sowohl für die Hände als auch für die Füße geeignet.

Mit einem speziellen Nagelhautschieber lässt sich die Nagelhaut vom Nagel zurückschieben und anschließend mit einer Schere bzw. Zange gut entfernen. Dieses Tool sollte in jeder Manikürebox zu finden sein und eignet sich sowohl für die Maniküre als auch für die Pediküre.

Das hochwertige doppelseitige Tool von Zwilling hat auf der einen Seite eine Nagelreinigungsspitze und auf der anderen Seite einen Nagelhautschieber. Alternativ kannst du aber auch einfache Rosenholzstäbchen  oder einen Nagelhautschieber mit Silikonspitze verwenden.

Nagelhautzange

Nagelhautzange
Diese Nagelhautzange hat eine 5 mm Schnittfläche und besteht aus rostfreiem Edelstahl.

Ein sehr wichtiges Maniküre- und Pediküre-Tool ist auch die Nagelhautzange. Mit ihr lässt sich die überschüssige Nagelhaut gezielt entfernen, ohne dass das Risiko für Schnittverletzungen sehr hoch ist.

Nagelöl

OPI Nagelöl
Das Nail & Cuticle Oil von OPI sorgt für weiche Nagelhaut und stärkere Nägel.

Hast du deine Nagelhaut gründlich entfernt, solltest du sie unbedingt mit einem Nagelöl pflegen. Das Nagelöl von OPI ist besonders beliebt und sorgt nicht nur für weichere Nagelhaut, sondern auch für stärkere Nägel. Wende es regelmäßig an, um dauerhaft gesunde und gepflegte Nägel und Nagelhaut zu bekommen.

Step by Step: So entfernst du deine Nagelhaut richtig

Willst du deine Nägel zu Hause pflegen und dir eine Rund-um-Maniküre bzw. Pediküre gönnen, solltest du auch deine Nagelhaut entfernen. Denn nur so sieht das Nagelbett sauber und gepflegt aus und der anschließende Nagellack hält deutlich besser. Wie genau du Schritt für Schritt dabei vorgehen solltest, erklären wir dir in dieser Anleitung. Diese kannst du übrigens sowohl an den Händen als auch an den Füßen anwenden.

Die richtige Vorbereitung

  • Lass dir ein warmes Wasserbad ein und gib einige Tropfen von deinem Nagelöl in das Bad. Alternativ kannst du aber auch reines Jojobaöl oder Arganöl dem Wasserbad hinzugeben. Lass deine Hände bzw. Füße für etwa 5 bis 10 Minuten in dem Wasserbad. Durch das warme Bad wird die Nagelhaut eingeweicht und sie wird geschmeidig. So lässt sie sich anschließend besser entfernen.
  • Alternativ kannst du deine Nagelhaut aber auch mit einem speziellen Nagelhautentferner (siehe oben) versorgen. Dieser weicht die Nagelhaut auf. Anschließend kannst du sie ganz einfach entfernen.
  • Hast du keinen Nagelhautentferner zu Hause, kannst du auch etwas Nagelöl verwenden. Dies gibst du direkt auf die Nagelhaut und lässt es einige Minuten einziehen. Das weicht die Nagelhaut auf und diese lässt sich danach besser entfernen.

Nagelhaut entfernen

  • Ist deine Nagelhaut eingeweicht und geschmeidig, kannst du sie vorsichtig vom Nagel zurückschieben. Dafür verwendest du ein abgerundetes Rosenholzstäbchen (Anfänger) oder einen speziellen Nagelhautschieber aus Edelstahl (Fortgeschrittene).
  • Ist die Nagelhaut zurückgeschoben, steht sie am Nagelbett leicht ab. Die überschüssige Haut kannst du nun mit einer Nagelhautzange abknipsen. Sei ihr ganz vorsichtig, damit du dich nicht verletzt und stelle sicher, dass du nicht zu viel Haut entfernst. Das könnte sonst zu Entzündungen führen.

Die Pflege danach

  • Hast du deine Nägel von der überschüssigen Nagelhaut befreit, solltest du sie unbedingt pflegen. Die richtige Pflege der Nagelhaut ist das A und O für schöne, gesunde Nägel. Versorge deine Nagelhaut mit Feuchtigkeit.
  • Gib dafür zunächst etwas Nagelöl auf die Nägel und die Nagelhaut. Anschließend kannst du eine feuchtigkeitsspendende Handcreme verwenden. Unser Favorit ist die Alessandro Cream Rich Handcreme.

Video: Nagelhaut entfernen mit dem Nagelfräser

Bist du schon ein echter Maniküre-Profi, kannst du deine Nagelhaut mit einem Nagelfräser entfernen. Hierbei solltest du aber sehr sehr vorsichtig vorgehen, damit du dich nicht verletzt. Außerdem solltest du sichergehen, dass du die richtigen Aufsätze wählst und keine zu hohe Drehzahl einstellst. Wie genau du vorgehst, siehst du in diesem Video:

Nagelhaut entfernen: Diese No Gos solltest du vermeiden

Beim Entfernen der Nagelhaut kannst du auch so einiges falsch machen und dich schnell verletzen. Damit du sicher bist, solltest du Folgendes beachten:

  • Finger weg von der Nagelschere: Mal eben ein abstehendes Stück Nagelhaut mit der Nagelschere abschneiden? Das solltest du lieber lassen, denn das Verletzungsrisiko ist hier relativ hoch. Bist du nicht super vorsichtig, kannst du schnell zu viel abschneiden oder die Nagelhaut reißt ein. Leider lässt es sich mit der Nagelschere nämlich nicht sehr genau arbeiten.
  • Nicht zu viel entfernen: Die Nagelhaut schützt unser Nagelbett vor eindringenden Keimen und vor Verletzungen. Aus ästhetischen Gründen ist es aber vollkommen okay, sie zu entfernen. Sei hier jedoch besonders behutsam und entferne nicht zu viel von der Nagelhaut. Ansonsten riskierst du, dass diese dicker und verhornter nachwächst oder dass Keime besser in den Körper eindringen können.
  • Keine Fräser verwenden: … wenn du nicht geschult im Umgang damit bist. Denn die Anwendung eines Nagelfräsers ist relativ schwierig und dabei kann viel daneben gehen. Bist du also kein Profi, solltest du lieber auf Nagelhautknipser und Co. statt Fräser setzen.
  • Stumpfes Werkzeug aussortieren: Mit der Zeit kann es sein, dass deine Nagelhautzange stumpf wird und nicht mehr so gut knipst. Dann solltest du dieses Werkzeug aussortieren, bevor du dir noch weh tust.
  • Nie die Nagelhaut abkauen: Genau so, wie du deine Nägel nicht kauen solltest, solltest du auch die Nagelhaut von deinen Zähnen verschonen. Das hat nämlich nichts mit einer gesunden Maniküre zu tun und kann das Ganze noch unschöner aussehen lassen.
  • Hygiene beachten: Denke nach der Anwendung von Nagelhautzange und Co. daran, deine Werkzeuge zu säubern und mit einem Desinfektionsspray einzusprühen. Am besten ist es auch, wenn du deine Maniküre- und Pediküre Tools nur an dir selbst verwendest und sie nicht verleihst.

FAQ

Was genau ist Nagelhaut und warum reißt sie?

Die Nagelhaut ist die Haut, die den Finger- bzw. Fußnagel direkt umschließt. Sie bedeckt den nachwachsenden Teil des Nagels und schützt den noch sehr weichen, empfindlichen Teil des Nagels vor äußeren Einflüssen.

Eine gesunde Nagelhaut ist weich, flexibel und hat keinerlei Risse oder Verhornungen. Doch wie der Rest der Haut kann trockene Luft oder zu häufiges Waschen die Nagelhaut austrocknen. Verliert die Nagelhaut an Elastizität, kann sie schneller einreißen. Das wiederum erleichtert es, Keimen und Bakterien, in die Haut einzudringen und kann unter Umständen für Entzündungen zu sorgen.

Sollte man Nagelhaut entfernen oder nicht?

Die Nagelhaut erfüllt eine Schutzfunktion für den Nagel und ist absolut nicht schädlich. Ist sie gesund, muss sie nicht entfernt werden. Ist sie jedoch verhornt, trocken und rissig, sollte sie vorsichtig entfernt werden, um Wunden vorzubeugen.

Auch aus ästhetischen Gründen kann es sinnvoll sein, die Nagelhaut zu entfernen. Der Nagel liegt frei, lässt sich so besser lackieren und die Maniküre bzw. Pediküre sieht im Anschluss makellos und perfekt aus.

Was kann man gegen eine stark wuchernde Nagelhaut tun?

Es ist so: Je öfter und stärker du die Nagelhaut entfernst, desto dicker und verhornter kann sie nachwachsen. Deshalb ist es wichtig, dass du besonders vorsichtig beim Entfernen vorgehst und nicht allzu viel entfernst.

Hast du eine stark wuchernde Nagelhaut, solltest du die rissigen Stellen regelmäßig vorsichtig entfernen, um weiteres Aufreißen und Wunden vorzubeugen. Tägliches Eincremen macht die Haut um die Nägel weicher und gepflegter und beugt so einer verhornten Nagelhaut vor.

 

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Nägel richtig pflegen: Unsere 5 besten Tipps für gesunde Nägel

  1. Nahrungsergänzungsmittel für schöne Nägel: Willst du Nägel und Nagelhaut stärken, kannst du täglich Nahrungsergänzungsmittel zu dir nehmen. Am besten eignen sich dafür Tabletten mit Biotin, Zink und Selen.
  2. Täglich die Hände und Füße eincremen: So wie du auch dein Gesicht täglich eincremst, solltest du es auch mit Händen und Füßen machen. So beugst du eingerissener Nagelhaut und Wunden vor und bekommst zarte, weiche Haut.
  3. Regelmäßig eine Maniküre bzw. Pediküre machen: Ist deine Nagelhaut eingerissen, deine Nägel spröde und rissig, solltest du eine Maniküre bzw. Pediküre machen, um weitere Verschlimmerungen zu verhindern. Mindestens einmal im Monat solltest du dir Zeit für ein ausführliches Pflegeprogramm nehmen.
  4. Hochwertige Werkzeuge verwenden: Willst du deine Maniküre bzw. Pediküre selbst zu Hause durchführen, solltest du auf hochwertige Werkzeuge bei der Nagelpflege setzen. Benutzt du falsche oder stumpfe Tools, kann das schnell nach hinten losgehen.
  5. Nicht an den Nägeln oder der Nagelhaut kauen: Nägel sollten nie gekaut werden. Schluss, Punkt, aus! Unser Tipp, wenn du einfach nicht widerstehen kannst: Lass dir im Salon Gelnägel machen. Hier ist die Versuchung nicht so groß.

Fazit

Die Nagelhaut zu entfernen ist zwar kein Muss, doch aus ästhetischen Gründen oder wenn diese super rissig und verhornt ist, ist es durchaus sinnvoll. Wichtig ist nur, dass du dabei besonders behutsam vorgehst und die richtigen Werkzeuge verwendest. Ansonsten kann es schnell passieren, dass du dich verletzt.

Wir haben dir hier die optimale Schritt für Schritt Anleitung gegeben und dir erklärt, wie du selbst deine Nagelhaut entfernen kannst und was du dafür brauchst. Viel Erfolg dabei!

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