Black Beauty Matters: Das sind die besten Black Owned Beauty Brands

Schwarze Frau mit Afrohaaren
Credit: Pexels/Jeremy Bishop

In den letzten Jahren hat sich langsam aber sicher ein Wandel in der Beautyindustrie abgezeichnet. Game Changer wie Fenty Beauty bringen Diversität in die Beautyregale. Doch viele Foundations gibt es immer noch nicht in allen Shades und die Anerkennung für Beautytrends, die ihren Ursprung in der Black Culture haben, fehlt.

Das wollen wir ändern. Schritt für Schritt. Deshalb ist unser Motto: Black Beauty Matters! Wir zeigen euch hier unsere liebsten Black Owned Beauty Brands und stellen euch coole Black Beauty Influencer vor.

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Kyra Piontek
Kyra Piontek

Hi, ich bin Kyra und zeige dir gerne meinen kleinen Beauty-Kosmos. Mit meinen Sommersprossen bin ich der Sunshine des Beauty Report Teams und weiß deshalb genau, wie man einen glowy Beachgirl-Look zaubert.

In meiner Strandtasche immer dabei: UV-Schutz und Bronzing Powder.

Das Wichtigste in Kürze

  • BIPOC* setzen in der Beautywelt immer wieder Trends, doch die Anerkennung dafür fehlt oft.
  • In den Beautyregalen mangelt es oft an Produkten, die für Schwarze geeignet sind. Foundations gibt es meist nur in hellen Farbtönen und Produkte für Afrohaare sucht man in der Drogerie vergeblich.
  • Jeder Tag ist ein guter Tag, um Black Culture und Back Businesses zu unterstützen. Deshalb zeigen wir dir hier unsere liebten Black Owned Beauty Brands und Black Beauty Influencer.

Black Beauty Matters: Warum wir Black Owned Brands unterstützen

Lass uns eines zu Beginn direkt klar stellen: Jeder Tag ist ein guter Tag, um Black Culture zu unterstützen. Egal ob schwarze Kunst, Musik oder Unternehmen. Wir sehen den Einfluss schwarzer Kultur auf so unglaublich viele Bereiche des Lebens – so auch in der Beauty Industrie. Vor allem schwarze Frauen setzen seit Jahren Trends: Lange Gelnägel, die beliebten Boxer-Braids oder der aktuelle Trend, bei dem man sich die kurzen Babyhaare an der Stirn mit Haargel fixiert – alle haben ihre Ursprünge in der Black Culture.

Doch die Anerkennung dafür fehlt. Und nicht nur das. BIPOC* (Black & Indigenous People of Colour*) werden in der Beauty Industrie immer wieder übersehen. Das fängt allein damit an, dass es Foundations oft nur in hellen Farbtönen gibt oder dass es an Produkten im Drogerieregal mangelt, die für Afrohaare geeignet sind.

Doch ein Umschwung in der Gesellschaft – und auch in der Beauty Industrie – ist deutlich zu erkennen. Millionen gehen bei den Black Lives Matter Protesten weltweit auf die Straße. Und immer mehr Beauty Brands stellen Produkte für Schwarze von Schwarzen her. Black Owned Beauty Brands rücken in den Vordergrund und nehmen sich ihren Platz am Tisch. Es ist also wichtig, dass wir schwarze Beauty Brands und Creatives unterstützen, damit sie nicht nur die längst überfällige Anerkennung bekommen, die sie verdienen, sondern auch finanziell von den Trends, die sie setzen, profitieren.

Die besten Black Owned Beauty Brands

Um Black Owned Beauty Brands zu würdigen und unterstützen, stellen wir dir hier einige der besten Black Beauty Businesses vor und zeigen dir unsere liebsten Produkte der jeweiligen Brands. Shoutout geht raus an alle Unternehmen, die wir an dieser Stelle nicht mit aufnehmen können. Keep slaying!

1. Fenty Beauty

 

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Alle Beauty Geeks kennen bestimmt Fenty Beauty. Sängerin Rihanna ging 2017 mit ihrer Make-up Brand auf den Markt und startete mit ganzen 40 Foundation Shades für jeden Hauttyp. Bei den gesamten Produkten wird auf Tierversuche verzichtet und darauf Wert gelegt, dass sie jedem Hautton stehen. Inzwischen gibt es nicht nur Make-up Produkte wie Bronzer, Foundation, Highlighter, Lipgloss, Lidschatten und Co. sondern auch eine weitere Beauty Linie „Fenty Skin“. Hier bekommst du alles, was das Skincare-Herz begehrt.

Unser liebstes Produkt: Rihanna ist und bleibt einfach die Highlighter-Queen. Die Puder-Highlighter sind sehr stark pigmentiert und sorgen für einen intensiven Glow. Unser Favorit ist der Killawatt Freestyle Highlighter (hier bei Sephora), den es in mehreren Shades gibt und der übrigens jedem Hautton steht.

2. Beauty Bakerie

 

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Ein Jahr nachdem Gründerin und CEO Cashmere Nicole ihre Brand Beauty Bakerie gegründet hat, wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Nach zwei Operationen fing sie wieder an, an ihrer veganen Make-up Brand zu arbeiten mit besonderem Blick auf die Inhaltsstoffe. Sehr gut sind die hochpigmentierten Eyeshadows und die Foundations, die es vielen Shades gibt. Doch unser Beauty Bakerie Liebling ist besonders beliebt. Na, schon gespannt?

Unser liebstes Produkt: Der Lip Whip Lippenstift (hier bei Douglas) ist ein echtes Kussmund-Wunder. Den Liquid Lipstick gibt es in vielen verschiedenen Farbtönen, er hat eine cremige Textur und ein mattes Finish. Und der Halt ist unfassbar gut! Der vegane Clean-Beauty Lippenstift hält sogar beim Essen und Trinken richtig gut.

3. Mielle Organics

 

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Kaum ein Curly Girl kennt diese Brand nicht. Mielle Organics wurde 2014 von Monique Rodriguez gegründet und steht seither für eine unfassbar gute Lockenpflege. Die Produkte pflegen Naturlocken auf natürliche Art und Weise und können schlaffen Curls wieder zu mehr Sprungkraft und Definition verhelfen.

Unser liebstes Produkt: Eine gute Leave-in Pflege ist bei Naturlocken das A und O. So bleiben die Locken den Tag über gepflegt und trocknen nicht so schnell aus. Der Pomegranate & Honey Leave-in Conditioner von Mielle (hier bei Amazon) spendet dem Haar Feuchtigkeit, ohne es zu beschweren. Dabei wird auf Inhaltsstoffe wie Parabene, Lanolin oder Erdöl verzichtet.

4. Epara Skincare

 

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Als nichts ihre trockene, unebene Haut verbessern konnte, hat Ozohu Adoh einfach ihre eigenen Skincare Produkte hergestellt. Dafür hat sie nur organische Öle und Pflanzen aus Afrika verwendet. Nachdem sich ihre Haut deutlich verbessert hat, hat Ozohu ihre eigene Luxus Beauty Brand gegründet und pflanzenbasierte Skincare mit hoher Qualität und für jeden Hauttyp hergestellt.

Unser liebstes Produkt: Federleicht auf der Haut und mit natürlichen Inhaltsstoffen wie afrikanischem Moringa-, Marula- und Arganöl angereichert, reduziert das luxuriöse Balancing Face Oil von Epara (hier bei Douglas) Unvollkommenheiten und Hyperpigmentierung. So sorgt es für einen ebenmäßigen Teint und einen wundervollen natürlichen Glow.

Weitere Black Owned Beauty Brands, die wir feiern

  • Uoma: Sharon Chuter, die Gründerin von Uoma fühlte sich in der Beautywelt immer ausgeschlossen. Deshalb kreierte sie eine Make-up Brand, die Diversität feiert. Die Produkte sind für jeden Hauttyp geeignet. Die Lippenstifte tragen sogar die Namen von schwarzen Ikonen.
  • KNC Beauty: Sie steckt hinter einer der beliebtesten Lip Masks auf Instagram: Kristen Noel Crawley. Seit Kurzem werden auch ihre Retinol Augen-Pads überall gefeiert und dabei gibt es das Unternehmen erst seit 2 Jahren. Skincare, die Spaß macht und super instagramable ist, findest du bei KNC Beauty.
  • Oui the people: Karen Young hat 2018 mit ihrer Brand Oui the people einfach mal die Rasierer-Industrie neu erfunden. Ihre Rasierer bestehen aus 100 % rostfreiem Stahl und sind handgefertigt. Seit einiger Zeit gibt es noch weitere Bodycare der Marke wie Waxing Strips, ein Toner gegen eingewachsene Haare oder (unser Home Favorite) eine Duftkerze mit dem Wort „Patriarchy“, die wortwörtlich das Patriarchat in Flammen aufgehen lässt.
  • Hyper Skin: Desiree Verdejo litt unter hormoneller Akne und einer Hyperpigmentierung nach ihrer Schwangerschaft. In Ermangelung eines passenden Produktes gründete sie einfach ihre eigene Firma und stelle Skincare her, die sich genau an diese Probleme richtet. Das Debüt-Produkt von Hyper Skin war das Hyper Clear Brightening Clearing Vitamin C Serum, das Hyperpigmentierung den Kampf ansagt.
  • The Honey Pot: Nachdem sie lange mit bakterieller Vaginose zu kämpfen hatte, hat Bea Dixon natürliche Rezepte und Kräuter ihrer Vorfahren ausprobiert. Als sie feststellte, dass auch andere Frauen ähnliche Probleme hatten, hat sie The Honey Pot gegründet. Dabei stellt sie Feminine Care Produkte wie Intimreiniger, Feuchttücher, Tampons und Pads her, die alle frei von Duftstoffen, Chemikalien und anderen für die Flora der Vagina schädlichen Inhaltsstoffe sind.
  • Unsun: Katonya Breaux hat Jahre lang nach einer Sonnencreme gesucht, die auch bei dunkler Haut gut funktioniert und nicht weißelt. 2016 hat sie dann selber das Unternehmen Unsun gegründet und stellt nun 100 % mineralische Sonnenschutzprodukte her, die sich sehr gut auftragen lassen und keinen weißen Schleier auf der Haut hinterlassen.

Die besten Black Beauty Influencer

Sie tragen nicht nur die neusten Trends, sie setzen sie: Black Beauty Content Creators. Wir zeigen dir unsere absolut liebsten schwarzen Beauty Influencer, von denen du dir eine Mange abschauen kannst.

Deutsche Black Owned Beauty Brand, die du kennen solltest

Wir haben mit einer jungen schwarzen Frau gesprochen, die ihr eigenes Beauty Unternehmen hier in Deutschland gegründet hat. Alles über ihren Weg in die Beauty Industrie und was sie sich für die Zukunft wünscht, liest du hier.

Afrolocke

Wir haben mit Anna Baltruschat aus Stuttgart, der Gründerin der Beauty Brand Afrolocke gesprochen. Ihre Vision: eine qualitativ hochwertige Naturkosmetik-Haarpflegeserie aus Deutschland für Afro- und Krauselocken. Im Interview verrät Anna uns, warum sie ihr Unternehmen gegründet hat und was sie sich für die Zukunft wünscht.

 

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Ein Beitrag geteilt von Afrolocke Afro Haare | Locken (@afrolocke.de)

Erzähl doch mal ein bisschen etwas zu deinem Hintergrund und wie genau dein Weg zum eigenen Beauty Unternehmen aussah. 

Begonnen hat es mit der Suche nach einem natürlichen und zertifizierten Produkt für Afro Haare im Einzelhandel. Ich fand es schon immer frustrierend, dass meine Freundinnen mit glattem Haar eine große Auswahl an Produkten im Handel haben und mein Haartyp nahezu leer ausgeht. Die Idee dazu ist über die Jahre gewachsen. Ab 2015/2016 wollte ich das dann unbedingt umsetzen und die Regale im Handel mit unseren Produkten aufmischen. Ich komme aus dem Personalmarketing.

Was stand bei dir für deine Beauty Produkte an erster Stelle?

Ich möchte mit meinen Produkten mehr Sichtbarkeit für meinen Haartyp schaffen und eine Plattform bieten, die empowert und einen Austausch über Lockenpflege gibt oder man von seiner persönlichen Haarjourney erzählen darf. Das verfolgen wir auch mit unseren Blogbeiträgen. Zum Produkt selbst: Das Endprodukt sollte auf alle Fälle Naturkosmetik sein. Das heißt, es gilt Richtlinien einzuhalten, die Rohstoffe, Materialien und Lieferanten erfüllen müssen.

Diese Richtlinien und der Standard gibt vor, dass neben der sorgfältigen Auswahl der eingesetzten pflanzlichen Rohstoffe die ökologische Verträglichkeit jedes Produktes, also umwelt- und ressourcenschonende Herstellungsverfahren, die optimale Abbaubarkeit von Rohstoffen sowie der sparsame Einsatz recycelbarer Verpackungsmaterialien eine wichtige Rolle spielen. Es dürfen keine synthetischen Duftstoffe verwendet werden, Tierversuche sind verboten. Das sind nur einige wenige Aspekte, die es zu beachten gilt.

Gab es Herausforderungen bei der Gründung deines Unternehmens?

Die Produktentwicklung hat 1,5 Jahre gedauert, wir haben ausgiebig mit Familie und Freunden getestet. Wir wollten mit zertifizierter Naturkosmetik dasselbe Ergebnis erreichen, wie konventionelle Hersteller erzielen. Brokkolisamenöl hat zum Beispiel einen sehr ähnlichen Effekt wie Silikone, ist aber ein rein natürliches Produkt. Uns waren die einzelnen zentralen Inhaltsstoffe schnell klar. Die richtigen Mengenverhältnisse, um die gewünschten Effekte zu erzielen, war die Herausforderung.

Was wünschst du dir zukünftig für Afrolocke?

Ich wünsche mir, dass wir noch in vielen weiteren Geschäften und Ländern zu haben sind. Und natürlich möchte ich unsere Produktserie (derzeit Shampoo, Spülung und Leave-In) erweitern. Wir arbeiten an weiteren tollen Produkten, ihr dürft gespannt sein. 🙂

Hast du das Gefühl, dass BIPOC* in der Beauty Industrie benachteiligt oder übersehen werden? Was wünschst du dir für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass PoCs von der Beauty Industrie analog wie andere Kundengruppen bedient werden und das Sortiment immer diverser wird.

Wie können unsere Leser*innen deiner Meinung nach Black Owned Businesses am besten unterstützen? 

Bei genau diesen Labels einkaufen oder ihre Beiträge auf Social Media teilen, euren Freund*innen davon erzählen. So erhalten Black Owned Businesses mehr Sichtbarkeit.

Besser könnten wir diesen Artikel nicht beenden. Willst du Black Businesses unterstützen, dann kauf die Produkte dieser Brands, erzähl deinen Freunden davon achte auch in Zukunft darauf, den Black Creators Anerkennung für ihre Arbeit zu schenken.

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