Dehnungsstreifen entfernen: Die besten Tipps & Tricks

Frau mit Dehnungsstreifen
Credit: Pexels/Sora Shimazaki

Auf der Beliebtheitsskala stehen sie in der Regel ziemlich weit unten: Dehnungsstreifen. Viele haben sie, doch nur die wenigsten mögen die kleinen Risse in der Haut. Dabei sind sie gesundheitlich völlig unbedenklich. Lediglich die Optik ist für viele Betroffene störend.

Wir schauen uns genau an, wie die feinen Streifen auf der Haut entstehen und verraten dir, wie du ihnen mit einigen Tricks vorbeugen kannst. Hast du bereits Dehnungsstreifen, zeigen wir dir noch verschiedene Methoden, mit denen du sie optisch mindern kannst.

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Kyra Piontek
Kyra Piontek

Hi, ich bin Kyra und zeige dir gerne meinen kleinen Beauty-Kosmos. Mit meinen Sommersprossen bin ich der Sunshine des Beauty Report Teams und weiß deshalb genau, wie man einen glowy Beachgirl-Look zaubert.

In meiner Strandtasche immer dabei: UV-Schutz und Bronzing Powder.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dehnungsstreifen sind etwas ganz Normales. Fast jede zweite Frau hat sie und sie zieren auch die Körper von vielen Männern.
  • Sie entstehen, wenn der Körper in kurzer Zeit starke Veränderungen durchmacht und das Gewebe stark gedenkt wird.
  • Ob du Dehnungsstreifen bekommst oder nicht, ist im Grunde erblich bedingt. Mit einigen Tricks kannst du ihnen aber vorbeugen und sie auch nach ihrer Entstehung optisch leicht mindern.

Was sind Dehnungsstreifen?

Dehnungsstreifen sind kleine Risse in der Haut, die aufgrund einer starken Dehnung des Gewebes entstehen. Bei körperlichen Veränderungen kann sich das Bindegewebe zu stark dehnen und vor allem an Bauch, Brust, Oberarmen, Po und den Beinen schnell reißen. Um das besser zu verstehen, ein kleiner Blick in die menschliche Anatomie. Doch keine Angst, du wirst am Ende nicht abgefragt wie im Bio-Unterricht. 😉

Die Haut ist das größte Organ und besteht aus drei Schichten: ganz unten die Unterhaut, danach die Lederhaut und oben die Oberhaut. Die Lederhaut bildet ein Netz aus straffen Kollagen- und flexiblen Elastinfasern. Das macht sie einerseits fest und stabil, gleichzeitig aber auch elastisch und dehnbar.

Wird die Haut durch körperliche Veränderungen innerhalb von kurzer Zeit zu stark gedehnt, entstehen Risse in der Lederhaut. Durch diese Risse zeigt sich wiederum das durchblutete Gewebe der Unterhaut, weshalb die Dehnungsstreifen oft eine leicht violette, rötliche oder bläuliche Färbung haben. Nach und nach verblassen aber die Streifen, da die gerissenen Stellen im Bindegewebe vernarben. Dann bekommen die Dehnungsstreifen eine helle Färbung.

Die Ursachen: Wie entstehen Dehnungsstreifen?

Dehnungsstreifen sind ganz normal. Sie sind keine Krankheit und schaden uns auch nicht. Dennoch können sie für viele störend sein oder sogar zur Belastung werden. Sowohl Männer als auch Frauen sind davon betroffen. Die Ursache ist in der Regel eine starke körperliche Veränderung, die in kurzer Zeit erfolgt.

Zu den häufigsten Auslösern zählen:

  • Wachstumsschübe in der Jugend
  • Rasche Gewichtszunahme
  • Schwangerschaft
  • Hormonbehandlung
  • Starker Muskelaufbau

Doch nicht jeder bekommt die Risse in der Haut. Ein schwaches Bindegewebe begünstigt die Entstehung der Dehnungsstreifen. Wie stark oder schwach das Bindegewebe ist, ist meist genetisch bedingt.

Übrigens: Dehnungsstreifen und Schwangerschaftsstreifen sind im Grunde ein und dasselbe. Hier bekommen lediglich die Dehnungsstreifen, die während der Schwangerschaft entstehen, einen eigenen Namen.

 

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Dehnungsstreifen vorbeugen: Die 6 besten Tipps

Wie bereits erwähnt, ist es grundsätzlich genetisch bedingt, ob und wie stark Dehnungsstreifen entstehen. Hast du ein eher schwaches Bindegewebe und bist einer starken körperlichen Veränderung ausgesetzt, kannst du die kleinen Risse meist nicht vermeiden. Es gibt aber einige Tricks, mit denen du dein Bindegewebe stärkst, die Elastizität der Haut förderst und so Dehnungsstreifen ein Stück weit vorbeugen kannst. Die besten haben wir hier für dich:

  1. Wasser trinken: Trinke jeden Tag etwa 2,5 Liter. Am besten trinkst du Wasser und ungesüßten Tee. Durch die Feuchtigkeitszufuhr wird auch deine Haut elastisch gehalten.
  2. Viel Bewegung: Mache regelmäßig Sport und bewege dich. Das stärkt die Muskulatur und regt die Durchblutung an. So wird die Haut besser mit Nährstoffen versorgt.
  3. Massagen: Durchblutungsfördernde Massagen mit einem Massageöl oder einer Dry Brush sorgen für eine bessere Durchblutung der Haut.
  4. Gesund ernähren: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung verhindert nicht nur Dehnungsstreifen durch eine rasche Gewichtszunahme, sie versorgt auch deinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen, was wiederum gut für die Haut ist.
  5. Wechselduschen: Eine Wechseldusche regt die Durchblutung an und stärkt so das Bindegewebe. Hierbei wird mit warmem Wasser gestartet, dann wird zu kaltem Wasser gewechselt. Das Ganze mindestens zweimal machen und dabei weder zu heißes noch zu kaltes Wasser verwenden. Dadurch werden übrigens auch deine Abwehrkräfte gestärkt.
  6. Eincremen: Besonders wichtig ist es, die Haut regelmäßig zu pflegen. Ist die Haut immer gut mit Feuchtigkeit versorgt, ist sie auch elastischer und es entstehen weniger Dehnungsstreifen.
Zusatztipp für Schwangere: Während der Schwangerschaft sind Dehnungsstreifen besonders wahrscheinlich. Deshalb ist es wichtig, dass du frühzeitig mit der Vorbereitung deiner Haut auf das Wachstum anfängst. Creme deine Haut vor allem am Bauch regelmäßig ein und kombiniere das Ganze mit Zupfübungen. Wie genau das funktioniert und was du beachten solltest, verraten dir unsere Kollegen von Baby Report hier.

Dehnungsstreifen entfernen: Die 6 besten Methoden

1. Creme gegen Dehnungsstreifen

Keine Creme der Welt kann Risse in der Lederhaut wieder zusammenflicken. Dennoch ist eine regelmäßige Hautpflege wichtig, um die Entstehung weiterer Risse zu vermeiden. Es gibt einige Cremes, die das Erscheinungsbild der feinen Risse optisch leicht mindern können und sich positiv auf den Vernarbungsprozess der Dehnungsstreifen auswirken. Grundsätzlich gilt dabei: Je frischer die Risse, desto einfacher ist es, sie zu behandeln. Sind sie erst mal vernarbt, lassen sie sich nicht mehr so leicht optisch minimieren.

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Eine Retinol Creme eignet sich sehr gut bei Dehnungsstreifen und Narben. Die Naturkosmetik Creme von Satin Naturel ist Bio und enthält hochdosiertes Retinol.

2. Chemisches Peeling

Ein chemisches Peeling eignet sich sehr gut zur Behandlung von Dehnungsstreifen und Narben. Es gibt chemische Peelings in unterschiedlichen Intensitäten. Ein oberflächliches chemisches Peeling für den Heimgebrauch kann zwar nicht aktiv Dehnungsstreifen mindern, es löst jedoch tote Hautzellen und sorgt dafür, dass die Haut Pflegestoffe von Cremes und Co. besser aufnehmen kann.

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Das Fruchtsäurepeeling entfernt abgestorbene Hautzellen und erneuert so die Hautoberfläche. Wirkstoffe von Cremes und Seren können anschließend besser von der Haut aufgenommen werden.

Wirklich effektiv bei Narben und Dehnungsstreifen können hingegen tiefe chemische Peelings sein. Diese werden vom Fachpersonal in der Dermatologiepraxis durchgeführt und dringen tief in die Haut ein. Lass dich vorher von deinem Dermatologen oder deiner Dermatologin beraten und schau, ob das chemische Peeling die richtige Wahl für dich ist. Mehr über chemische Peelings erfährst du in diesem Artikel:

3. Dry Brush

Durchblutungsfördernde Massagen wirken sich positiv auf das Bindegewebe aus und sorgen dafür, dass die Haut mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Bei regelmäßiger Anwendung können sie der Entstehung von weiteren Dehnungsstreifen vorbeugen und auch noch frische Dehnungsstreifen beim Vernarbungsprozess unterstützen, sodass sie anschließend optisch etwas gemindert werden.

Sehr gut dafür ist das sogenannte Dry Brushing geeignet. Mit einer Holzbürste mit weichen Borsten (Naturborsten oder Synthetik) massierst du trocken deine Haut an den jeweiligen Stellen. Das regt die Durchblutung und den Lymphfluss an.

rengöra Trockenbürste
Die Trockenbürste mit kurzem Holzstab und Naturborsten eignet sich sehr gut für das Dry Brushing.

4. Öl-Massage

Möchtest du deine Haut lieber klassisch massieren, kannst du das am besten mit einem Massageöl machen. Besonders beliebt bei Dehnungsstreifen und Narben ist das Bi-Oil Hautpflege-Öl. Es unterstützt die Haut bei alten und neuen Narben, Dehnungsstreifen und Pigmentflecken. In Kombination mit einer wohltuenden Massage wird die Durchblutung angeregt und die Haut mit Feuchtigkeit versorgt.

Bi-Oil Hautpflege-Öl
Die Trockenbürste mit kurzem Holzstab und Naturborsten eignet sich sehr gut für das Dry Brushing.

5. Microneedling

Das Microneedling ist ein immer beliebter werdendes Skin Treatment, das auch bei Narben und Dehnungsstreifen sehr gut helfen kann. Hierbei werden der Haut mit feinen Nadeln Mikroverletzungen zugefügt. Dadurch werden die Zellerneuerung und die Regeneration der Haut angeregt. Die Haut kann sich erneuern und bei richtiger Anwendung können sogar Narben und Dehnungsstreifen optisch gemindert werden.

Du kannst das Microneedling entweder zu Hause mit einem Dermaroller gegen Narben selber machen oder aber du lässt es professionell in der Dermatologiepraxis durchführen. Wir haben das Microneedling bereits getestet. Unseren Erfahrungsbericht findest du hier.

6. Laser

Die wohl effektivste Methode, Dehnungsstreifen zu mindern, ist die Laserbehandlung. Diese wird meist beim Dermatologen bzw. bei der Dermatologin durchgeführt. Besonders effektiv ist sie vor allem bei frischen Dehnungsstreifen. Je älter und vernarbter sie sind, desto schwerer ist die Behandlung.

Sehr beliebt ist der fraktionale Laser, der die betroffenen Hautstellen mit Mini-Lichtblitzen punktuell durchdringt. Dadurch werden die Zellerneuerung und die Kollagenbildung angeregt. Beim Abheilen bildet sich ein neues Gewebe und die Dehnungsstreifen werden optisch gemindert.

Die Behandlung ist jedoch relativ teuer und kann um die 100 Euro pro Sitzung kosten. In der Regel sind mehrere Sitzungen nötig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

 

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Bodypositiviy: Warum wir zu unseren Dehnungsstreifen stehen sollten

Wir wissen, dass sich wohl nur die wenigsten über einen neuen Dehnungsstreifen freuen, der nun den Bauch, Po oder Oberschenkel ziert. Doch wir wollen das Bild, das wir von Dehnungsstreifen, Schwangerschaftsstreifen und Co. haben ändern und sie nicht nur akzeptieren, sondern sie auch noch zelebrieren.

Dehnungsstreifen sind nicht nur etwas ganz Normales, sie sind auch der sichtbare Beweis dafür, was unser Körper alles leisten kann. Er kann wachsen, neue Muskeln aufbauen oder sogar Platz für ein Baby schaffen.

Wir finden: Es ist an der Zeit, dass wir unsere vermeintlichen Makel lieben lernen. Egal ob Dehnungsstreifen, Aknenarben, Cellulite oder Körperbehaarung. Jeder Körper ist einzigartig und wunderschön, genau so wie er ist.

 

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Fazit

Dehnungsstreifen sind etwas ganz Normales und zieren den Körper von fast der Hälfte aller Frauen. Und auch Männer können sie bekommen. Sie entstehen, wenn der Körper in kurzer Zeit eine Veränderung durchmacht. Das kann zum Beispiel die Schwangerschaft, die Pubertät oder auch eine rasche Gewichtszunahme sein.

Im Grunde sind Dehnungsstreifen überhaupt nicht schlimm. Sie machen deinen Körper einzigartig und zeigen dir, was er alles leisten und aushalten kann. Willst du sie dennoch vermeiden oder optisch mindern, haben wir dir hier die wichtigsten Tipps und Tricks vorgestellt.

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