Bleib sauber: Die 10 besten Tipps für die Intimpflege der Vagina

Vagina mit Höschen und Blumen
Credit: Pexels/Viktoria Slowikowska

Jucken, Brennen, Trockenheit – ist unser Intimbereich aus dem Gleichgewicht, sind wir es auch. Deshalb ist es so wichtig, dass wir unserer Vagina so viel Liebe und Aufmerksamkeit wie möglich schenken. Die richtige Intimpflege ist dabei das A und O.

Wir verraten dir hier, was Personen mit Vagina bei der Intimpflege beachten sollten und klären alle wichtigen Fragen rund um das beste Stück.

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Kyra Piontek
Kyra Piontek

Hi, ich bin Kyra und zeige dir gerne meinen kleinen Beauty-Kosmos. Mit meinen Sommersprossen bin ich der Sunshine des Beauty Report Teams und weiß deshalb genau, wie man einen glowy Beachgirl-Look zaubert.

In meiner Strandtasche immer dabei: UV-Schutz und Bronzing Powder.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Vagina hat einen sauren pH-Wert von 3,8 bis 4,4 und hat daher einen anderen Pflegeanspruch als der Rest der Haut.
  • Du solltest deine Scheide nie von innen waschen. Nur die äußeren Geschlechtsteile können gewaschen werden. Das Innere reinigt sich von selbst.
  • Achte bei der Intimpflege darauf, die guten Milchsäurebakterien zu erhalten und potenziell krankheitserregende Bakterien fernzuhalten.

10 Tipps für die Intimpflege der Vagina

Tipp 1: Vagina richtig waschen

First things first – eine kleine Biologieeinheit: Die Scheide reinigt sich selber, denn: Mit einem pH-Wert zwischen 3,8 und 4,4 (bei jungen Frauen) ist sie deutlich saurer als der Rest der Haut mit einem pH-Wert von etwa 5,5. Durch das saure Milieu schützt sich die Vagina vor Infektionen und der Ausbreitung von krankheitserregenden Bakterien.

Verantwortlich dafür sind Milchsäurebakterien – gute Bakterien, die zum größten Teil in der Vagina vorkommen. Hier gibt es aber auch eine geringe Menge Pilzsporen, die potenziell schädlich sein können. Steigt der pH-Wert im Intimbereich über 4,5, besteht die Gefahr, dass sich diese gesundheitsschädlichen Mikroorganismen verbreiten. Im Alter verändert sich der pH-Wert der Vagina übrigens. Was es da zu beachten gibt, erklären wir weiter unten.

Wichtig ist, dass die Scheidenflora nicht aus dem Gleichgewicht kommt und sie ihren sauren pH-Wert behält. Deswegen solltest du beim Waschen der Vagina Folgendes beachten:

  • Wasche immer nur die äußeren Geschlechtsorgane und niemals das Scheideninnere. Die Vagina reinigt sich selber von innen, indem sie Keime mit dem Scheidensekret abtransportiert.
  • Wasche den Intimbereich nur mit den (sauberen) Händen und nie mit einem Schwamm oder Waschlappen. Hier können sich Keime festsetzen, die du dann in die Nähe des Intimbereichs transportierst.
  • Wasche deinen Intimbereich nicht zu oft. Auch das kann das empfindliche Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen. Einmal täglich reicht vollkommen. Ausnahmen kannst du nach dem Sport oder dem Sex machen.
  • Verwende kein herkömmliches Duschgel, um die Vagina zu waschen. Dieses ist oft durch Duftstoffe und Co. zu aggressiv zum Intimbereich und kann irritierend wirken. Warmes Wasser reicht vollkommen aus.
  • Nach dem Geschlechtsverkehr, dem Sport oder während der Periode kannst du, wenn du willst, zusätzlich ein spezielles Intim-Waschgel verwenden.
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Die Waschlotion ist speziell für den Intimbereich geeignet und hat einen pH-Wert von 3,8. Milchsäure ist enthalten, die vor Infektionen schützt.

Tipp 2: Intimpflege beim Sex

Auch beim Sex gibt es einiges im Bezug auf die Intimpflege zu beachten. Der wichtigste Punkt: Verwende immer ein Kondom. Dieses schützt dich nicht nur vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten und ungewollten Schwangerschaften, es hält auch das empfindliche Scheidenmilieu im Gleichgewicht und sorgt dafür, das der pH-Wert stabil bleibt.

Ein weiterer Tipp, den du bestimmt schon kennst: Immer nach dem Sex direkt auf die Toilette gehen. Mit dem Urin werden schlechte Bakterien herausgespült und das Risiko einer Blasenentzündung sinkt.

Übrigens: Auch beim Solo-Sex solltest du auf Hygiene achten. Lege nur Hand an, wenn du diese vorher gewaschen hast und reinige deine Toys vor- und nach der Liebesaction gründlich. Am besten verwendest du hierfür warmes Wasser und einen speziellen Toycleaner.

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Tipp 3: Die richtige Unterwäsche tragen

Olle Baumwollschlüpfer sind zwar so gar nicht sexy, doch wenn es nach der Vagina geht, sind sie die beste Wahl. Diese mag enge Strings und grobe Spitze nämlich so gar nicht, denn sie verursachen Reibungen und sind alles andere als angenehm.

Baumwolle eignet sich daher viel besser als synthetische Stoffe. Sie ist atmungsaktiv und luftdurchlässig und kann die Feuchtigkeit besser absorbieren. Nachts solltest du übrigens am besten unten ohne schlafen. Lass deine Vagina mal durchatmen und gönn ihr eine angenehme Belüftung.

Achte auch darauf, dass du deine Unterwäsche regelmäßig wäschst. Du solltest keinen Schlüpfer länger als einen Tag tragen und ihn anschließend bei mindestens 60 Grad im Kochwaschgang waschen. So werden alle Bakterien gründlich entfernt.

Tipp 4: Intimrasur

Welche Frisur du unten ohne tragen willst, ist ganz dir überlassen: ob Glatze, Landebahn oder Busch. Wenn du denkst, dass komplett unrasiert vielleicht unhygienisch ist, liegst du aber falsch. Denn: Die Natur hat sich durchaus etwas bei der Schambehaarung gedacht: Die Haare hindern nämlich Schweiß und Bakterien daran, nahe an die Vagina zu gelangen. Ob du dir die Haare stehen lässt, ist natürlich immer noch Geschmacksache – wir wollten es nur erwähnt haben.

Willst du dir deine Intimbehaarung rasieren, solltest du einige wichtige Punkte beachten. Wir klären auf:

  • Rasiere deine Haare am besten nass und mit einem geeigneten Rasiergel – so entstehen weniger Hautirritationen oder Schnittwunden.
  • Reinige den Bereich vor der Rasur gründlich und achte auch darauf, dass der Rasierer sauber ist und die Klingen scharf sind. Nach spätestens einem Monat solltest du die Klingen wechseln.
  • Öffne vorher die Poren mit warmem Wasser und wende ein sanftes Körperpeeling an. So lösen sich die Haare leichter.
  • Besonders schonend ist es, wenn du die Haare mit dem Strich rasierst.
  • Nach der Rasur solltest du die Haut lufttrocknen lassen, eine natürliche, feuchtigkeitsspendende Pflege auftragen und damit warten, Kleidung anzuziehen. Verwende die Pflegelotion aber nur am Bikinidreieck und nicht an der Vagina selbst.
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Tipp 5: Feuchtcreme verwenden

Scheidentrockenheit kann viele Ursachen haben: Hormonungleichgewicht und Medikamente sind die häufigsten. Für den Vaginalbereich ist es aber sehr wichtig, dass alles geschmeidig ist. Deswegen kannst du in diesem Fall spezielle Feuchtcremes verwenden.

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Die Feuchtcreme führt der Vagina Feuchtigkeit und pflegende Lipide zu. Dabei wird auf Hormone verzichtet.

Auch beim Verkehr solltest du darauf achten, dass dein Vaginalbereich geschmeidig ist. Ist er nämlich trocken, können schnell Wunden durch Reibung entstehen. Solltest du mal Probleme beim Feuchtwerden haben, brauchst du dir aber keine Sorgen machen. Das ist ganz normal und passiert jedem Mal. Kommt das aber häufiger vor, solltest du mit deinem Frauenarzt bzw. mit deiner Frauenärztin darüber sprechen. Für die gelegentlichen Situationen gibt es jedenfalls Gleitgele, die dir dabei helfen, Freude und keinen Schmerz zu empfinden.

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Das wasserbasierte Gleitgel enthält pflegendes Panthenol, ist ein zertifiziertes Medizinprodukt und schützt vor Feuchtigkeitsverlust.

Tipp 6: Intimbereich nicht kontaminieren

Es passiert schneller, als wir denken und schon kommen schädliche Bakterien an den Vaginalbereich. Deshalb solltest du gerade beim Toilettengang auf Folgendes achten: Wasche deine Hände nicht nur nach, sondern auch vor dem Toilettengang. Du kommst täglich mit den Händen mit Bakterien in Berührung. Diese kannst du dann an den Intimbereich führen.

Achte außerdem darauf, dass keine Bakterien aus dem Analbereich zum Vaginalbereich getragen werden. Das heißt: Beim Poabwischen immer von vorne nach hinten wischen und nach dem Analsex nicht zum Vaginalsex wechseln oder vorher das Kondom austauschen.

Tipp 7: Slipeinlagen nur während der Periode tragen

Slipeinlagen schützen uns während der Periode vor dem Auslaufen. Doch außerhalb der Tage sind sie nicht sinnvoll, denn: Sie verhindern die Luftzirkulation in der Unterhose. Es staut sich Hitze an und die Feuchtigkeit kann nicht richtig abtransportiert werden. Das wiederum erhöht die Infektionsgefahr.

Tipp 8: Erfrischung für unterwegs

Hin und wieder befindet man sich in Situationen, wo das einfache Waschen mit Wasser gerade nicht möglich ist. Ob auf einer mehrtägigen Wanderung oder beim Festival. Was da ganz praktisch sein sind Feuchttücher. Verwende hier am besten Babytücher, denn diese sind besonders sensibel und verzichten in der Regel auf Parfum und andere irritierende Inhaltsstoffe. Zu häufig solltest du sie aber nicht verwenden, da sie auf Dauer den Intimbereich reizen können.

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Die Intim-Waschlotion kann ohne Wasser verwendet werden und eignet sich so auch für unterwegs.

Tipp 9: Regelmäßige Kontrollen

Ein regelmäßiger Besuch beim Gynäkologen bzw. bei der Gynäkologin ist absolut Pflicht. Etwa einmal alle 6 Monate bzw. einmal im Jahr ist eine Kontrolle notwendig. Halte dich hier an die Empfehlung deines Arztes bzw. deiner Ärztin.

Hier wird nicht nur die allgemeine Gesundheit „untenrum“ festgestellt, in der Regel finden hier auch der Früherkennungs-Pap-Test für Gebärmutterhalskrebs und eine Brustabtastung statt. Auch wenn du ungewöhnlichen Ausfluss oder Geruch feststellst, kannst du dies beim Frauenarzt bzw. bei der Frauenärztin ansprechen.

Tipp 10: Meide Antibiotika

Antibiotika bekämpfen nicht nur alle schädlichen Bakterien, sondern auch die guten. So haben sie auch einen direkten Einfluss auf die guten Milchsäurebakterien in unserer Scheidenflora. Nimmst du also Antibiotika ein, egal aus welchem Grund kann das Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht kommen und das Risiko für Infektionen ist höher.

Natürlich solltest du Antibiotika auf ärztliche Empfehlung verwenden, nimm sie nur nicht leichtfertig ein und achte in diesem Zeitraum besonders auf die Intimhygiene.

FAQ

Wie oft sollte man sich intim waschen?

Zu häufiges Waschen ist nicht so gut für das empfindliche Scheidenmilieu. Mehr als einmal am Tag sollte es also nicht sein. Wichtig ist aber, dass du dich nach dem Sport oder dem Sex wäschst, um die schädlichen Bakterien zu entfernen.

Was du noch beim Waschen des Intimbereichs beachten solltest, liest du weiter oben.

Sollte man sich intim mit Waschgel waschen?

Nein. Die Scheide reinigt sich von selbst und benötigt kein Waschgel. Noch genauer: Herkömmliches Waschgel ist nicht gesund für die empfindliche Scheidenflora und kann diese aus dem Gleichgewicht bringen. Wasche deinen Intimbereich daher immer nur mit warmem Wasser und greif hin und wieder, wenn du willst zu einem speziellen Intim-Waschgel, das sich an den pH-Wert der Vagina anpasst.

Was kann man gegen vaginalen Geruch machen?

Sagen wir es, wie es ist: Unangenehmer Geruch aus der Vagina ist nie ein gutes Zeichen. Stellst du also einen ungewöhnlichen Geruch fest und hast eventuell verstärkten, klebrigen Ausfluss, kann es sich höchstwahrscheinlich um einen Infekt handeln. In diesem Fall solltest du am besten den Gynäkologen bzw. die Gynäkologin aufsuchen und die individuellen Behandlungsmöglichkeiten besprechen.

Was sollte man bei der Intimpflege während der Periode beachten?

Im Grunde ist in der Periodenzeit nichts besonders bei der Intimpflege zu beachten. Alles geht seinen Lauf wie vorher auch. Exzessives Waschen ist nicht ratsam. Freunde dich mit deinem eigenen Blut an, versuch die Krämpfe in den Griff zu bekommen, geh deinen Gelüsten nach und wechsele regelmäßig Tampons, Menstruationstasse und Binden.

Was sollte man bei der Intimpflege in den Wechseljahren beachten?

In den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt im Körper. Das hat nicht selten auch Auswirkungen auf den Intimbereich. Die Östrogenproduktion nimmt ab und die Milchsäurebakterien verschwinden. Dadurch steigt der pH-Wert des Intimbereichs auf fast neutrale 6,8 an. Willst du ein Intim-Waschgel verwenden, solltest du eines benutzen, dass sich speziell für die Zeit in und nach den Wechseljahren eignet. Das Intim-Waschgel von Sebamed gibt es auch für die Frau ab 50+.

Außerdem tritt Scheidentrockenheit häufiger auf, die wiederum für Jucken, Brennen und Beschwerden beim Sex sorgen kann. Deshalb ist es in diesem Fall besonders wichtig, eine Feuchtcreme wie die Vagisan Feuchtcreme zu verwenden.

 

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Fazit

Sie ist unser bestes Stück: die Vagina. Höchste Zeit also, dass wir sie auch wie den VIP des Körpers behandeln. Eine allgemeine Hygiene ist dabei genau so wichtig wie eine gezielte Intimpflege. Mit den 10 Tipps, die wir dir hier vorgestellt haben, gelingt es dir, das Scheidenmilieu im Gleichgewicht zu halten und das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten.

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