Sugaring: So funktioniert die Haarentfernung auch zu Hause

Glatte Beine dank Sugaring
Credit: Pexels/Cottonbro

Einmal glatte, weiche, zarte Haut ohne lästige Härchen, bitte. Aber zackzack! Doch zu welcher Enthaarungsmethode greifst du? Rasieren? Epilieren? Waxing? …

Wir setzen bei unserer Haarentfernung auf die wohl süßeste Variante: das Sugaring. Was es genau mit der schmerzarmen und lang anhaltenden Enthaarung auf sich hat, warum es schonender als Waxing ist und wie du es easy zu Hause anwenden kannst, erfährst du hier.

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Kyra Piontek
Kyra Piontek

Hi, ich bin Kyra und zeige dir gerne meinen kleinen Beauty-Kosmos. Mit meinen Sommersprossen bin ich der Sunshine des Beauty Report Teams und weiß deshalb genau, wie man einen glowy Beachgirl-Look zaubert.

In meiner Strandtasche immer dabei: UV-Schutz und Bronzing Powder.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Sugaring kommt eine spezielle Zuckerpaste zum Einsatz, die die Haare an der Wurzel entfernt.
  • Etwa zwei bis vier Wochen kann die Enthaarung mit dem Sugaring halten.
  • Du kannst das Sugaring entweder im Kosmetiksalon durchführen lassen oder selber zu Hause machen. Wie das geht, erklären wir dir weiter unten.

Was ist Sugaring?

Beim Sugaring handelt es sich um eine Enthaarungsmethode, bei der die Haare mit einer speziellen Zuckerpaste entfernt werden. Diese Art der Haarentfernung hat im Orient eine lange Tradition und sogar Cleopatra soll sich die Haare mit der Zuckerpaste, auch Halawa-Paste genannt, entfernt haben.

Die honigartige Paste besteht meist aus nur drei Zutaten: Zucker, Wasser und Zitronensaft. Zusammengemischt ergibt sich eine klebrige Paste, die auf die haarige Haut gestrichen wird und anschließend ruckartig abgerissen wird. Die Haare werden an der Wurzel herausgerissen und bleiben an der Zuckerpaste kleben. Somit ist die Haarentfernung besonders gründlich und hält mehrere Wochen an. Etwa zwei bis vier Wochen kann es dauern, bis die Härchen wieder nachwachsen.

In der Regel wird das Sugaring von ausgebildeten Kosmetikern im Salon durchgeführt, du kannst es aber auch selber zu Hause machen. Wie das geht, erfährst du weiter unten.

Für wen ist Sugaring geeignet?

Sugaring ist im Grunde für jeden geeignet, der sich für einen längeren Zeitraum glatte, haarlose Haut wünscht. Die Paste kann grundsätzlich an jeder Körperstelle aufgetragen werden. Die meisten enthaaren mit dem Sugaring folgende Bereiche:

  • Achseln
  • Intimzone
  • Beine
  • Arme
  • Oberlippe
  • Kinn
  • Brust
  • Rücken

Dank der natürlichen Inhaltsstoffe ist das Sugaring übrigens besonders schonend zur Haut und kann auch bei eher empfindlicher Haut angewendet werden. Nur allzu schmerzempfindlich solltest du nicht sein. Sugaring ist zwar nicht so schmerzhaft wie Waxing, kann jedoch dennoch ordentlich ziepen. Mehr dazu weiter unten.

Achtung: Wende das Sugaring nicht an, wenn du Wunden oder Hauterkrankungen hast.

Wie funktioniert Sugaring genau?

Beim Sugaring gibt es zwei verschiedene Anwendungsmethoden. Bei der ersten Methode wird die Zuckerpaste erwärmt und im noch flüssigen Zustand mit einem Holzspatel auf die Haut gestrichen. Anschließend wird ein Stoffstreifen auf die Stelle gelegt und die Zuckerpaste wird samt Haaren ruckartig von der Haut gerissen.

Bei der zweiten Methode, dem sogenannten Flicking, hat die Zuckerpaste durch das Abkühlen eine eher dickflüssige, gummiartige Konsistenz und wird mit dem Finger auf die Haut gestrichen und anschließend direkt wieder abgerissen. Hier werden immer nur kleine Areale enthaart, was einige Zeit beanspruchen kann.

Bei beiden Methoden wird die Paste entgegen der Haarwuchsrichtung aufgetragen und anschließend mit der Wuchsrichtung wieder abgerissen. Das macht es weniger schmerzhaft als das Waxing, bei dem die Haare entgegen der Haarwuchsrichtung abgerissen werden. Mehr zu den Unterschieden zwischen Sugaring und Waxing erfährst du weiter unten.

 

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Sugaring: Das brauchst du

Um dein Sugaring selber durchzuführen, brauchst du eine spezielle Zuckerpaste. Die kannst du ganz einfach selber herstellen. Wie das geht, erfährst du weiter unten im Artikel. Willst du es aber einfacher, kannst du auch eine fertige Zuckerpaste kaufen. Unseren Favoriten findest du hier:

Beauty Sugar Zuckerpaste
  • 500 g
  • 100 % natürlich
  • Made in Germany

Wendest du die Flickingmethode an, ist die Zuckerpaste im Grunde alles, was du brauchst. Willst du aber deine Sugaringpaste im flüssigen Zustand auf die Haut geben, brauchst du außerdem:

Sugaring Rezept: Zuckerpaste selber herstellen

Zutaten:

  • 200 g brauner Zucker
  • Etwa 25 ml Wasser
  • Etwa 25 ml Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten vermischen
  2. Masse bei mittlerer Hitze erwärmen
  3. Etwa 2 min köcheln lassen
  4. Dabei ständig rühren, damit es nicht anbrennt
  5. 10 – 15 min bei niedriger Hitze oder Restwärme ziehen lassen und Rühren nicht vergessen
  6. In ein verschließbares Einmachglas (hier bei Amazon) abfüllen
In dem Einmachglas ist die selbst gemacht Zuckerpaste etwa vier Wochen haltbar. Lagere sie an einem trockenen und dunklen Ort mit Zimmertemperatur.

Anleitung: Sugaring selber machen

Du kannst ein Sugaring entweder im Salon durchführen lassen oder zu Hause selber machen. Für die Anwendung zu Hause brauchst du vor allem deine gekaufte oder selbst zubereitete Zuckerpaste. Und das solltest du alles beachten:

Vor der Anwendung

  • Du solltest deine Haare etwa 10 Tage vor dem Sugaring nicht rasieren. Sie brauchen mindestens eine Länge von 0,5 mm, damit die Paste greifen kann.
  • Etwa 1 – 2 Tage vor der Anwendung solltest du ein Peeling durchführen, um tote Hautschuppen zu entfernen.
  • 24 Stunden vor dem Sugaring solltest du alles vermeiden, was die Haut reizen könnte: Sonne, Solarium, Sauna etc.
  • Direkt vor der Anwendung solltest du deine Haut mit einer alkoholhaltigen Lotion (hier bei Amazon) desinfizieren.
  • Mit einem Babypuder (hier bei Amazon) kannst du deine Haut vor dem Sugaring entfetten. So greift die Zuckerpaste besser.

Während der Anwendung

Nun musst du dich entscheiden: Welche Sugaringmethode willst du anwenden? Hier eine Anleitung, wie du bei beiden vorgehst:

Mit Vliesstreifen

  • Erwärme deine Zuckerpaste in der Mikrowelle oder einem Wasserbad, sodass sie eine flüssige Konsistenz hat.
  • Um sicherzugehen, dass sie nicht zu heiß ist, teste sie zunächst an einem kleinen Punkt auf der Innenseite des Unterarms.
  • Spanne die umliegende Haut und streiche die flüssige Paste entgegen der Haarwuchsrichtung mit einem Holzspatel (hier bei Amazon) auf die Haut.
  • Lege anschließend einen Vliesstreifen (hier bei Amazon) auf die Stelle, streiche ihn glatt und reiß dann den Vliesstreifen ruckartig mit der Wuchsrichtung ab.
  • Den Streifen kannst du übrigens mehrmals verwenden.

Flicking

  • Beim Flicking wird die Sugaringspaste zwischen den Handflächen gerieben und so erwärmt. Sie wird solange geknetet, bis sie elastisch ist.
  • Forme ein kleines Bällchen mit der Paste zwischen den Fingern.
  • Nun spannst du die umliegende Haut und streichst du die Zuckerpaste mit den Fingern entgegen der Haarwuchsrichtung auf die Haut.
  • Reiße die Paste wieder mit den Fingern mit der Wuchsrichtung ab.
  • Anschließend wieder mit den Fingern zu einem kleinen Bällchen formen und mehrmals wiederholen.

Nach der Anwendung

  • Sind alle Haare gründlich entfernt, solltest du deine Haut pflegen.
  • Verwende hierfür eine beruhigende Lotion (hier bei Amazon).
  • Alternativ kannst du auch reines Aloe Vera Gel (hier bei Amazon) verwenden, das du zuvor im Kühlschrank aufbewahrt hast. So hat es zusätzlich einen kühlenden Effekt.

Video DIY Sugaring: Zuckerpaste herstellen und anwenden

Sugaring vs. Waxing: Das sind die Unterschiede

Im Grunde sind Sugaring und Waxing zwei Enthaarungsmethoden mit ähnlicher Funktion. Beide entfernen die Haare mithilfe einer klebrigen Paste direkt an der Wurzel. Das macht beide Methoden besonders gründlich und von langer Dauer. Etwa zwei bis vier Wochen halten sowohl Waxing als auch Sugaring.

Der Hauptunterschied zwischen beiden ist jedoch, dass das Sugaring deutlich schonender zur Haut ist als das Waxing. Hier werden die Haare nämlich mit der Haarwuchsrichtung entfernt, statt sie entgegen der Wuchsrichtung abzureißen. Das sorgt für weniger Irritationen der Haut und tut auch weniger weh.

Hast du also eine empfindliche Haut oder willst die Schmerzen so gering wie möglich halten, solltest du definitiv das Sugaring anwenden und nicht das Waxing.

Sugaring: Erfahrungen mit dem Treatment

Ich habe in Sachen Haarentfernung schon so einiges ausprobiert. Lange habe ich Beine und Arme wachsen lassen. Selbst meine Bikinizone wurde schon mal gewachst – es ist aber nur bei einem Mal geblieben, da die Schmerzen echt heftig waren…

Als ich dann vom Sugaring hörte, wollte ich es natürlich direkt ausprobieren. Durchführen lassen habe ich die Anwendung in einem Kosmetikstudio, das auf die Enthaarung spezialisiert war. Und ich entschied mich direkt für den Endgegner: die Intimzone. Ganz nach dem Motto: Go hard or go home.

Durch mehrere Erfahrungen vom Waxing war ich auf das Schlimmste vorbereitet, doch der stechende Schmerz beim Abreißen blieb aus. Die Kosmetikerin hat die Flickingmethode angewendet, wodurch die Behandlung etwas gedauert hat. Schritt für Schritt kamen immer mehr Haare raus und blieben in der gummiartigen Zuckerpaste hängen.

Ich will nichts beschönigen: Ganz schmerzfrei läuft das Sugaring nicht ab. Es ziept schon ein bisschen. Doch empfand ich das Ganze als gut aushaltbar.

Und von dem Ergebnis war ich mehr als begeistert. Super zarte, weiche Haut komplett ohne Haare. Und das vier Wochen lang! So lange hielt das Sugaring bei mir, bis erste Härchen wieder nachwuchsen. Diese kamen jedoch nicht so stoppelig wieder, wie ich es vom Rasieren gewohnt war.

Alles in allem eine super Enthaarungsmethode, die ich immer wieder gerne mache. Doch um mir alle vier bis fünf Wochen die Haare sugarn zu lassen, ist mein Geldbeutel etwas zu schmal. Daher greife ich auch mal gerne selber zur Zuckerpaste.

FAQs

Ist Sugaring schmerzhaft?

Wie wollen nicht lügen: Sugaring kann schon etwas weh tun. Besonders an den Achseln und der Bikinizone, wo die Haut sehr empfindlich ist, kann das Ziepen als unangenehm empfunden werden. Jedoch ist der Schmerz in der Regel deutlich geringer als beim Waxing und lässt sich gut aushalten.

Wie lange hält das Sugaring?

Etwa zwei bis vier Wochen hält das Sugaring bei den meisten. So hast du relativ lange etwas von deiner glatten, haarlosen Haut und musst nicht ständig zum Rasierer greifen. Außerdem wachsen die Haare anschließend nicht so stoppelig nach.

Wo kann ich ein Sugaring machen lassen?

Kosmetikstudios, die Sugaring anbieten, gibt es in fast jeder etwas größeren Stadt. Checke hier einfach, welches Studio in deiner Nähe ist.

Fazit

Sugaring ist eine der natürlichsten Enthaarungsmethoden und sorgt für eine glatte, weiche und haarlose Haut für mehrere Wochen. Du kannst es entweder im Kosmetiksalon durchführen lassen oder selbst zu Hause anwenden.

Beim Sugaring werden die Haare mit einer speziellen Zuckerpaste an der Wurzel herausgezogen, was weniger reizend und schmerzhaft ist als beim Waxing. Das macht Sugaring zu der schonenderen Methode – kein Wunder also, dass es so beliebt ist.

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