Haarfarbe ohne Ammoniak: Die besten Produkte & ihre Anwendung

Frau mit roten Haaren
Credit: Pexels/Thiago Schlemper

Haarfarbe mit oder ohne Ammoniak? Das ist hier die Frage. Aber ist es wirklich besser, auf Ammoniak zu verzichten? Wir klären alle wichtigen Fragen zu dem Thema und verraten dir, welches die besten Haarfarben ohne Ammoniak sind. Plus: Diese Anwendungstipps solltest du beachten, wenn du deine Haare selber färben willst.

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Kyra Piontek
Kyra Piontek

Hi, ich bin Kyra und zeige dir gerne meinen kleinen Beauty-Kosmos. Mit meinen Sommersprossen bin ich der Sunshine des Beauty Report Teams und weiß deshalb genau, wie man einen glowy Beachgirl-Look zaubert.

In meiner Strandtasche immer dabei: UV-Schutz und Bronzing Powder.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ammoniak ist im Grunde nicht so schädlich, wie du es vielleicht zunächst vermuten magst.
  • Eine Haarfarbe mit Ammoniak ist meist intensiver und hält länger, während eine Haarfarbe ohne Ammoniak etwas schonender sein kann und für einen tollen Glanz sorgt.
  • Ob du eine Haarfarbe mit oder ohne Ammoniak verwendest, hängt vor allem von deinem gewünschten Endergebnis ab.

Die beste Haarfarbe ohne Ammoniak

Garnier Olia

Angebot
Garnier Olia Coloration
  • Gibt es in vielen verschiedenen Farben
  • 60 % Blumen-Öl und ohne Ammoniak
  • Grauabdeckung

Die Coloration von Garnier Olia enthält 60 Prozent Blumen-Öl und verzichtet komplett auf Ammoniak. Die Farbpigmente werden mithilfe der Pflanzenöle ins Haar geschleust, die Haare bekommen einen tollen Glanz und werden geschmeidiger.

Die Anwendung ist besonders einfach dank der cremigen Textur der Coloration, die nicht so schnell tropft. In der Packung enthalten sind die Entwickler-Creme, Colorations-Creme, eine Flasche zum Auftragen, eine Pflegekur, Handschuhe und die Gebrauchsanweisung.

L’Oréal Casting Creme Gloss

L'Oréal Casting Creme Gloss
  • Gibt es in vielen verschiedenen Farben
  • Intensivtönung ohne Silikone und Ammoniak
  • Grauabdeckung

Bei der ammoniakfreien Farbe von L’Oréal handelt es sich um eine pflegende Intensivtönung und nicht um eine dauerhafte Coloration. Ammoniak und Silikone sucht man hier vergeblich. Dafür ist ein Glanz-Reflex-Balsam mit Honig enthalten, der die Haare zum Glänzen bringt.

Das Ergebnis hält bis zu 28 Haarwäschen und auch mittelstark ergrautes Haar lässt sich gut damit abdecken. Enthalten sind die Farbcreme, Farbentwickler, Glanz-Reflex-Balsam und ein Paar Einweghandschuhe.

Syoss Oleo Coloration

Syoss Oleo Öl-Coloration
  • Gibt es in vielen verschiedenen Farben
  • Permanente Coloration ohne Ammoniak
  • Grauabdeckung

Auch die Syoss Oleo Coloration setzt auf Öle beim Färben der Haare. Die permanente Coloration enthält kein Ammoniak und eignet sich auch zur Grauabdeckung.

Das pflegende Öl sorgt dafür, dass die Farbpigmente tief in alle Haarschichten eindringen und pflegt das Haar intensiv nach dem Colorieren für gesund aussehendes, kräftiges Haar.

Was ist besser: Haarfarbe mit oder ohne Ammoniak?

Immer mehr Hersteller bewerben ihre Haarfarben mit dem Zusatz „ammoniakfrei“. Stehst du also vor dem Drogerieregal und suchst die passende Haarfarbe für dich, stellst du dir natürlich die Frage, ob du ein Haarfärbemittel mit oder ohne Ammoniak verwenden sollst. Doch was ist wirklich besser? Spoiler: Das kommt ganz auf dein Wunschergebnis drauf an, denn Haarfarben mit Ammoniak färben meist stärker. Farben ohne Ammoniak hingegen können vor allem einen schönen Unterton schaffen oder für mehr Glanz sorgen.

Zunächst einmal: Wofür wird Ammoniak in Haarfarben verwendet? Der alkalische pH-Wert der Chemikalie sorgt beim Färbeprozess dafür, dass die Haare aufquellen. Klingt vielleicht komisch, ist aber wirklich wichtig beim Haarefärben. Denn nur so öffnet sich die Schuppenschicht und die Farbpigmente des Haarfärbemittels gelangen tief ins Haarinnere. Ammoniak wird deshalb so gerne in Haarfarben verwendet, da es schnell wieder verfliegt. Hier entsteht übrigens der unangenehme Geruch des Ammoniaks. Es quillt die Haare schnell auf und verflüchtigt sich nach getanem Job direkt wieder. Alle anderen Prozesse übernehmen dann andere chemische Mittel wie die Farbstoffe und Wasserstoffperoxid.

Doch was ist das Problem mit Ammoniak? Im Grunde ist es vor allem der beißende Geruch des Ammoniaks, den viele als unangenehm empfinden. Ammoniak kann außerdem für Irritationen auf der Kopfhaut sorgen. Hinzu kommt, dass es den Haaren durch das Aufbrechen der Schuppenschicht schaden kann. Auch wenn das nur für einen kurzen Zeitraum geschieht. Wie Haarfarben ohne Ammoniak funktionieren, erklären wir dir nun.

Wie funktioniert eine Haarfarbe ohne Ammoniak?

Zum Färben der Haare wird ein Alkalisierungsmittel benötigt. Ammoniakfreie Haarfarben enthalten andere Alkalisierungsmittel, die die Schuppenschicht ebenfalls aufbrechen, nur dass dies meist nicht so stark passiert wie bei Ammoniak. Meist setzen die Hersteller auf mildere Planzenöle. Der wohl häufigste Ersatzstoff ist Ethanolamin.

Dadurch, dass die Haare bei ammoniakfreien Haarfarben nicht so stark aufquellen, ist der Prozess zwar eventuell etwas schonender, doch die Farbpigmente gelangen meist nicht so tief ins Haar wie bei Haarfarben mit Ammoniak. Das Ergebnis kann also unter Umständen nicht so intensiv sein, wie du es dir wünschst.

Hinzu kommt, dass viele Ersatz-Alkalisierungsmittel sich nicht so schnell verflüchtigen wie Ammoniak. Sie bleiben daher länger im Haar und können hier auch über einen längeren Zeitraum Schaden anrichten.

Die Wahrheit: Ist Ammoniak schädlich für die Haare?

Was haben wir also bisher gelernt? Ammoniak kann schädlich für die Haare sein und unter Umständen auch Reizungen der Kopfhaut auslösen. Und auch der beißende Geruch ist sehr unangenehm. Dennoch ist Ammoniak nicht so schädlich, wie du vielleicht zunächst angenommen hast.

Denn: Ammoniak verflüchtigt sich sehr schnell im Haar und strapaziert die Haare somit nur über einen kurzen Zeitraum hinweg. Haarfarben ohne Ammoniak hingegen sind etwas milder, doch die Ersatz-Alkalisierungsmittel wirken dafür in der Regel etwas länger im Haar.

Für wen ist eine Haarfarbe ohne Ammoniak geeignet?

Im Grunde ist eine ammoniakfreie Haarfarbe für jeden geeignet. Hast du sehr kaputtes Haar oder eine Kopfhaut, die schnell gereizt ist, kannst du sehr gut eine Haarfarbe ohne Ammoniak verwenden. Bedenke aber, dass das Farbergebnis unter Umständen nicht so intensiv sein kann wie bei einer Haarfarbe mit Ammoniak. Ammoniakfreie Haarfarben eignen sich vor allem für einen sanften Unterton oder für einen tollen Glanz im Haar.

 

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Coloration, Blondierung, Tönung oder Intensivtönung?

Wenn es an das Haarefärben geht, musst du nicht nur die Entscheidung treffen, ob mit oder ohne Ammoniak, sondern auch welche Art der Haarfarbe du benutzen möchtest. Hier ein paar Infos zu den gängigsten Varianten:

  • Coloration: Eine Coloration (oder auch einfach Haarfarbe) sorgt für ein dauerhaftes Ergebnis. Hier wird die Haarstruktur geöffnet, sodass die Farbpigmente tief ins Haarinnere geschleust werden können. Hier kannst du intensive Veränderungen erzielen, die besonders lange halten. Du musst aber immer wieder die herausgewachsenen Ansätze nachfärben.
  • Blondierung: Bei einer Blondierung werden anders als bei einer Coloration keine Farbpigmente ins Haar geschleust, sondern dem Haar werden die Farbpigmente entzogen. So lässt sich das Haar stark aufhellen. Dieser Prozess ist aber nicht ganz unschädlich und die Haare werden stark strapaziert.
  • Tönung: Bei einer Tönung gelangen die Farbpigmente nicht ins Haarinnere, sondern legen sich um das Haar wie ein Film. Das ist besonders schonend, hält aber nicht lange. Nach etwa 6 bis 8 Haarwäschen ist die Farbe raus. Für kurzfristige Veränderungen oder wenn du mal etwas Neues ausprobieren willst, ist das optimal.
  • Intensivtönung: Eine Intensivtönung liegt in der Mitte zwischen Coloration und Tönung. Die Farbpigmente gelangen zum Teil in die Haarstruktur, jedoch nicht ganz so stark wie bei einer Coloration. Sie hält dadurch aber länger als eine einfache Tönung, wird aber auch von Haarwäsche zu Haarwäsche etwas schwächer. Komplett verschwinden tun die Farbpigmente aber nicht.

Haare selber färben: Was gibt es bei der Anwendung zu beachten?

Die Haare selber zu färben kann gerade beim ersten Mal etwas überfordernd sein. Deshalb haben wir hier 10 wichtige Anwendungstipps für dich. Doch der Wichtigste von allen kommt zuerst: Halte dich beim Färben deiner Haare immer an die Anwendungshinweise des Herstellers der jeweiligen Haarfarbe.

  1. Bereite deine Haare einige Tage vor dem Färben auf den Färbeprozess vor, indem du eine pflegende Haarkur verwendest.
  2. Kauf lieber eine Packung mehr deiner Haarfarbe, damit du am Ende nicht mit einem halb gefärbten Kopf da stehst.
  3. Hol dir einen Freund oder eine Freundin hinzu, der/die dir dabei helfen kann, alle Haare gleichmäßig zu färben.
  4. Lege dir vor dem Färben alle Utensilien bereit.
  5. Verwende am besten Einweghandschuhe statt die in der Packung enthaltenen Folienhandschuhe. Diese sind meist sehr groß und können schnell Risse bekommen.
  6. Zieh alte Kleidung an und leg ein altes Handtuch um deine Schultern. Haarfärbemittel lassen sich nämlich in der Regel kaum bis gar nicht aus Textilien waschen.
  7. Damit sich deine Haut nicht verfärbt, solltest du Ohren, Nacken und die Gesichtskonturen mit einer Fettcreme wie Vaseline bestreichen.
  8. Teile die Haare in Sektionen ab, um dich Schritt für Schritt vorzuarbeiten.
  9. Hast du die Farbe komplett aufgetragen, kannst du die Haare noch mal mit einem Kamm durchbürsten. So wird das Ergebnis noch gleichmäßiger.
  10. Nach der empfohlenen Einwirkzeit solltest du deine Haare gründlich mit lauwarmem Wasser auswaschen und unbedingt einen Conditioner verwenden. Dieser schließt die Schuppenschicht der Haare.

FAQ

Wie lange hält eine Haarfarbe ohne Ammoniak?

Bei einer Haarfarbe ohne Ammoniak werden die Farbpigmente meist nicht so stark ins Haar geschleust, wie es bei Haarfarben mit Ammoniak der Fall ist. Deshalb wäschst sich die Haarfarbe in der Regel bei jeder Haarwäsche ein kleines Stück weit aus. Dennoch sollte das Ergebnis einige Monate halten. Wie lange genau, hängt ganz von deinem Waschverhalten ab. Komplett verschwinden tun die Farbpigmente aber nicht aus dem Haar. Die Färbung muss also immer mal wieder aufgefrischt werden.

Haarfarbe ohne Ammoniak aus der Drogerie oder dem Friseurbedarf?

Der größte Unterschied zwischen einer Drogeriehaarfarbe und einer Haarfarbe aus dem Friseurbedarf ist die Anwendung. Während eine Coloration aus der Drogerie meist sehr einfach angewendet werden kann, ist eine Profihaarfarbe oft etwas schwieriger in der Anwendung. Hier muss die Farbe meist noch mit einer Oxidation gemischt werden. Hier kommt es auf die richtige Konzentration und das richtige Mischverhältnis an.

Trotzdem erzielen viele Profihaarfarben intensivere und natürlichere Ergebnisse und enthalten mehr wertvolle Pflegestoffe, die das Haar während des Färbeprozesses pflegen. Weiter oben haben wir dir unsere liebsten Haarfarben ohne Ammoniak aus der Drogerie vorgestellt. Dies ist unser Favorit aus dem Friseurbedarf:

L'Oréal Professional Inoa Coloration
  • Gibt es in vielen verschiedenen Farben
  • Oxidative Coloration ohne Ammoniak
  • Grauabdeckung

Ist eine Haarfarbe ohne Ammoniak in der Schwangerschaft okay?

Haarefärben in der Schwangerschaft sollte am besten vorsichtig angegangen werden. Viele Chemikalien, die in Haarfarben enthalten sind, stehen im Verdacht, gesundheitsschädigend für das Baby zu sein. Dies ist jedoch nicht bewiesen. Auf der etwas sichereren Seite bist du, wenn du eine Haarfarbe ohne Ammoniak verwendest. Doch auch hier sind oft noch weitere Chemikalien wie Wasserstoffperoxid enthalten.

Am sichersten fährst du, wenn du reine Pflanzenhaarfarben verwendest. Diese sind natürlich und nicht so gefährlich wie Haarfarben mit Chemie. Willst du wissen, welche Pflanzenhaarfarben die besten sind, dann lies dir auch diesen Artikel durch.

Funktioniert die Grauabdeckung mit einer Haarfarbe ohne Ammoniak?

Viele Hersteller von ammoniakfreien Haarfarben geben an, dass ihre Haarfarbe für 100 Prozent Grauabdeckung sorgt. Das kommt aber natürlich auch immer etwas auf den genauen Grauton an und darauf, wie viele Haare bereits ergraut sind. Eine Haarfarbe ohne Ammoniak kann grundsätzlich graue Haare abdecken. Farben mit Ammoniak gelingt es aber sicherlich deutlich besser.

Fazit

Was nehmen wir also aus diesem Artikel mit? Erstens: Haarfarben mit Ammoniak sind im Grunde gar nicht so schädlich, wie zunächst vielleicht angenommen. Sie brechen zwar die Haarstruktur auf, doch geschieht dies nur über einen kurzen Zeitraum, denn das Ammoniak verfliegt wieder schnell. Und nur so können auch die Farbpigmente tief ins Haarinnere gelangen.

Zweitens: Haarfarben ohne Ammoniak sind eine gute Alternative, gerade wenn du sehr geschädigtes Haar hast und deine Kopfhaut schnell gereizt ist. Außerdem riechen diese nicht so beißend und enthalten oft pflegende Öle. Trotzdem können die Ersatz-Alkali ebenfalls das Haar schädigen, da sie sich in der Regel nicht so schnell verflüchtigen und länger im Haar bleiben. Hinzu kommt, dass ammoniakfreie Haarfarben oft nicht ganz so intensiv sind wie Haarfarben mit Ammoniak.

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